ZW3D feiert Geburtstag

Vor 30 Jahren stellte Mark Vorwaller sein CAD-System Modelmate vor, aus dem sich heute ein umfassendes Entwicklungswerkzeug namens ZW3D entwickelt hat.

09. Oktober 2015

Vor 30 Jahren steckte die CAD-Modellierung noch in den Kinderschuhen. Besonders ungewöhnlich waren damals PC-basierende Systeme. Die meisten CAD-Pakete liefen auf Unix-Workstations. So war Vorwaller, der bis heute den Forschungs- und Entwicklungsstandort von Encee in den USA leitet, mit seinem Unternehmen Control Automation ein Visionär der heutigen CAD-Landschaft, die komplett auf den PC setzt.

1989 ging Vorwaller eine Entwicklungspartnerschaft mit dem japanischen Automobilzulieferer NKK ein, in der sich Modelmate zum 1991 auf dem Markt vorgestellten CAD-/CAM-/CAE-System VX entwickelte.

Ebenfalls 1991 benannte sich das Unternehmen in Varimetrix um. 1994 übersprang Varimetrix den Atlantik und begann, sein System in Europa zu vermarkten. Fünf Jahre später zeigte Varimetrix mit der neuen VX-Version den ersten Hybridmodellierer, der Flächen- und Volumengeometrie in einem Modell mischen konnte.

Der nächste Meilenstein für Varimetrix war die Übernahme durch die chinesische ZWSoft, die das System bis heute vermarktet. ZW3D, wie das System seither heißt, wurde im Laufe der Jahre zu einem umfassenden Entwicklungswerkzeug ausgebaut.

2011 brachte den ZW3D-Anwendern die direkte Modellierung, die je nach Bedarf parallel zum parametrischen Modellaufbau genutzt werden kann. Danach folgte die Umstellung der Oberfläche auf die aktuelle Ribbon-Oberfläche. Die wichtigste Neuerung in der aktuellen Version ist die Öffnung des Systems für Partnerprodukte, mit denen sich der Funktionsumfang von ZW3D weiter ausbauen lässt.

Jon Li, der Chief Technology Officer von ZW3D, sieht die Schwerpunkte der Weiterentwicklung in den nächsten drei bis fünf Jahren in der Optimierung der Benutzeroberfläche, der Weiterentwicklung des Geometriekerns und der Arbeit mit Partnern an der Erweiterung von ZW3D.