Zuwachs bekommen

Die neue CNC-Serie „35i-B“ ergänzt die Fanuc-Steuerungsfamilie, die überarbeitet wurde

27. Oktober 2010
Bild 1: Zuwachs bekommen
Bild 1: Zuwachs bekommen

Für anspruchsvolle und komplexe Werkzeugmaschinen hat der Spezialist für die Fabrikautomation Fanuc die neuen CNCs der Serie 30i/31i/32i-Modell B (kurz 3xi-B genannt) entwickelt. Sie warten mit einer Vielzahl an Achsen und Mehrkanaligkeit auf. Gegenüber den bisherigen Modellen zeichnen sich die neuen B-Modelle durch einige markante Weiterentwicklungen, viele Detailverbesserungen sowie zusätzliche Funktionen für Stanzpressen und Laserschneidmaschinen aus.

Ein neues Mitglied in der Fanuc-Steuerungsfamilie ist die CNC-Serie „35i-B“. Sie basiert auf der Technologie der Serie 3xi-B und wurde primär für Transferstraßen- und Handhabungsanwendungen entwickelt. Deutliche Verbesserungen bringt die neue Steuerungs- und Antriebsgeneration im Servosystem. So erhöht ein neuer Hochgeschwindigkeits-Servoprozessor die Grundleistung des digitalen Achsantriebs. Ohne Zusatzkarte lässt sich damit jetzt eine wesentlich höhere Anzahl Achsen ansteuern. Der neue Fanuc Serial Servo Bus (FSSB) ist noch schneller geworden und überträgt jetzt auch Spindeldaten. Dadurch sind Servo- und Spindelverstärker über ein einziges Glasfaserkabel mit der CNC verbunden. Der geringere Verdrahtungsaufwand spart Zeit und Kosten. Denn durch die optische anstelle der kabelgebundenen Übertragung minimiert sich die Störanfälligkeit erheblich.

Weitere Verbesserungen im Servosystem bringen die neuen Servoverstärker der „Alpha-i-Serie“, die durch die Verwendung verlustarmer Leistungsgeräte zur Energieeinsparung beitragen. Die neue Drehgeber-Backup-Einheit verfügt über eine wiederaufladbare Batterie und den entsprechenden Ladekreis, wodurch der Batterieaustausch entfällt.

Auch die integrierte SPS – von Fanuc „PMC“ genannt – erfuhr einen Leistungsschub. Die Hochgeschwindigkeits-PMC der Modell B-Steuerungen ist dreimal so schnell wie die bisherige PMC und der verfügbare Programmspeicher hat sich verdreifacht. Der bisherige I/O-Link hat im I/O-Link i einen leistungsstärkeren Nachfolger bekommen. Dieser kann pro Kanal doppelt so viele PMC-E/A-Signale übertragen und es können jetzt 24 statt 16 Gruppen angeschlossen werden. Ein weiterer Vorteil für die integrierte Sicherheitsfunktion Dual Check Safety: Ein einziges I/O-Link i Kabel genügt, um die sicheren Signale zu übertragen.

Mit dem Einsatz des I/O-Link i sind außerdem neue Diagnosemöglichkeiten verbunden. Über die sogenannte präzise Fehlerstellen-Erkennung kann der Anwender feststellen, ob ein digitaler Ausgang nicht richtig funktioniert oder unterbrochen ist. Am CNC-Bildschirm wird dann die Fehlerquelle angezeigt, was die Diagnosezeit extrem verkürzt.

Für mehr Bedienerfreundlichkeit sorgt eine USB-Schnittstelle, die den Einsatz von USB-Speichermedien für die Datenein- und -ausgabe ermöglicht. Ein USB-Stick kann anstatt der bisher üblichen Compact Flash-Karte zur Datenübertragung genutzt werden, sodass letztere als permanenter Programmspeicher der CNC zur Verfügung steht.