Zurechtgeklopft

Kosten für Prototypenbauteile können schnell zu einer enormen Summe heranwachsen, besonders wenn für die Herstellung Tiefziehwerkzeuge benötigt werden. Solvaro setzt beim Musterbau auf Alternativmethoden und hat dabei das Klopfmodell entdeckt. Das Einsparungspotential und die Flexibilität bei der Weiterentwicklung der Teile sind groß.

17. März 2017
Auf einer aus Stahl oder Alu gefrästen Negativ-Form erhält das Klopfmodell seine Form. (Bild: Solvaro)
Bild 1: Zurechtgeklopft (Auf einer aus Stahl oder Alu gefrästen Negativ-Form erhält das Klopfmodell seine Form. (Bild: Solvaro))

Die tiefgezogenen Partien von Lüftungsgittern und Motorabdeckungen für Agrar- und Baumaschinen sind essentiell – nicht nur für die Optik, sondern auch für die Funktion. Bei Erprobungen auf dem Prüfstand oder im Feldtest ist es unumgänglich, diese Partien auch an Mustern komplett anzufertigen.

Das Herstellen von Tiefziehwerkzeugen und deren Änderung ist jedoch kostspielig. Der Kirchheimer Bauteilelieferant Solvaro bietet eine Reihe günstiger Fertigungsmethoden für Muster, zum Beispiel das Klopfmodell. Damit bleibt die Entwicklungsarbeit flexibel, und dennoch können Material, Einbau und Funktionen, wie die Luftdurchlässigkeit, zuverlässig getestet werden.

Einbaufertige Klopfmodelle im Originalmaterial

Die Negativ-Formen für ein Klopfmodell werden aus günstigem Stahl oder Aluminium gefräst. Das Muster entsteht indem das weichgeglühte, perforierte Originalblech in Form geklopft wird. Eine arbeitsintensive Methode. Für ein Muster wird lange und intensiv fachmännisch geklopft. Das Resultat kann sich jedoch sehen lassen und kommt dem Endprodukt sehr nahe.

Oftmals können die Formen für mehrere Muster verwendet werden, beispielsweise mit unterschiedlicher Länge. Nach den Erprobungen des Klopfmodells ist man in der Regel der Serienproduktion einen Schritt näher. Trotzdem können noch Änderungen am Design vorgenommen werden.