Zukunftsfähig bleiben

Fertigende Unternehmen wünschen sich eine IT-Lösung, die sicherstellt, dass sie auch in Zeiten von Industrie 4.0 zukunftsfähig bleiben. Laut Cloud-Anbieter Forcam ist immer mehr Unternehmen klar: Wer seine Fertigung heute nicht datengestützt digital steuert, den wird es morgen vom Markt fegen.

15. Mai 2019
Zukunftsfähig bleiben
Das alles kann eine offene IT-Plattform: Dominik Amann von Forcam lässt sich von der Sprachsteuerung ›Alexa‹ die Summe der aktuellen Aufträge aus einer Fabriksimulation ansagen. (Bild: Forcam)

Vorteile digitaler Fertigung sind messbar: »Krones konnte mit seiner Digitalisierungsstrategie über einen Zeitraum von vier Monaten die Produktivität um elf Prozent steigern«, erzählt Franz Gruber. So erhöht digitales Monitoring letztlich Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherheit. Deshalb setzen sich nach dem B2C-Bereich mit Amazon, Google & Co. auch im industriellen Bereich offene, cloudfähige Plattformlösungen immer mehr durch.

Die Einführung einer digitalen Fabrik-IT muss weder kompliziert noch teuer sein. Es gilt sogar: Je einfacher die Lösung, desto größer die Akzeptanz innerhalb des Unternehmens.

Vom IT-Silo zur Plattform

Warum ist eine offene und cloudfähige Industrie-4.0-Plattform eigentlich besser? »Weil fertigende Unternehmen für das anstehende Jahrzehnt flexible und frei ausbaubare Lösungen brauchen, mit denen sie heute und in Zukunft ihre Produktivität optimieren können«, erklärt Franz Gruber. »Die Zeit geschlossener IT-Silos ist vorbei.« Die Entwicklung vom IT-Silo hin zu offenen Plattformen ist vergleichbar mit der Entwicklung vom Handy zum Smartphone: Mit Handys konnten Nutzer telefonieren und SMS schreiben. Mit dem Smartphone aber haben sie das Internet in der Hand und können jederzeit neue Apps hinzufügen.

Einfach, schnell, offen

Für Fertigungsleiter im ersten Schritt am wichtigsten: Wie schließe ich unterschiedliche Maschinentypen an die neue IT-Plattform an? In den meisten Fabrikhallen arbeiten Maschinen aus unterschiedlichen Jahrgängen und unterschiedlicher Hersteller. Für diese Herausforderung müssen Plattformlieferanten einfache Lösungen bieten können. So darf der Anschluss von zum Beispiel drei Pilot-Maschinen nicht viel länger als drei Tage dauern – inklusive Vernetzung mit der Planungsebene (ERP). Für eine solche horizontale und vertikale Vernetzung des Shop Floors haben sich vorgefertigte Plug-ins sowie maßgeschneiderte ERP-Adapter bewährt.

Schnelligkeit zählt

Großer Vorteil einer digitalen Fabriksteuerung ist die Echtzeitfähigkeit. Big Data aus der Produktion werden in Echtzeit in nutzerfreundlich visualisierte Smart Data umgewandelt. Das leisten hochperformante Datenverarbeitungsmaschinen. Sie erzeugen im Computer digitale Spiegelbilder der Produktion, mit denen Fertigungsleiter und Werker Betriebszustände virtuell analysieren und real optimieren können.

Eine solche Echtzeitdatenverarbeitung erreichen Rechenmaschinen, die mit In-Memory- und Complex-Event-Processing-Technik arbeiten. Solche Systeme fungieren wie eine Brücke, auf der Auftrags-, Fertigungs- und Planungsdaten in Echtzeit zwischen Shop und Top Floor hin und her fließen. Zudem benötigten Fertigungsleiter eine Lösung, die zügig Ergebnisse liefert. Daher sollten wichtigen Funktionen wie Leistungsanalyse, Feinplanung, Rückverfolgung oder Qualitätsmanagement in der Plattformlösung bereits vorinstalliert sein.

Auch in Zukunft flexibel

Schließlich bleiben Unternehmen mit einer offenen Industrie-4.0-Plattform heute und künftig flexibel, weil sie ihre ganz individuelle Fabrik-IT-Architektur schaffen können. Das bietet die offene Programmierschnittstelle für Smart Manufacturing ›Force Bridge API‹. Die Begeisterung für diese Schnittstelle wächst laut Hersteller Forcam rasant. Denn Force Bridge API bringt Unternehmen die große Freiheit: Jeder Programmierer kann sowohl bestehende IT-Systeme als auch Drittsysteme einfach integrieren.