Zu wenige Fachmessen in Nordrhein-Westfalen

Bundesland führend bei Galvanik und Oberflächentechnik

08. Dezember 2008

Die wichtigsten Fachmessen für Werkstoffe und Oberflächentechnik finden fast ausschließlich in Süddeutschland statt, obwohl die führenden und namhaften Firmen der Branche vor allem in Nordrhein-Westfalen ihren Sitz haben. Darauf weist Ralf Becker-Mondré, Geschäftsführer der Oftech Oberflächentechnik GmbH & Co. KG in Troisdorf, hin. Er appelliert damit zugleich an Fach- und Wirtschaftsverbände, Messeveranstalter und die eigene Galvanik-Branche, sich für mehr industrielle Fachmessen in Nordrhein-Westfalen einzusetzen. Gerade im Bereich Galvanisches Verzinken, bei dem Metalloberflächen mit einer nur wenige Tausendstel Millimeter dünnen Zinkschicht versehen werden, sind die Betriebe in Nordrhein-Westfalen technologisch führend und wegweisend. „Unserer Branche fehlt offenbar das Selbstbewusstsein, ihre Leistungen und Fortschritte öffentlich und gemeinsam zu präsentieren“, so Becker-Mondré. „Hier ist in den Betrieben und Verbänden viel Aufklärungsarbeit zu leisten.“ Dabei können sich Qualität und technologischer Fortschritt der Galvanik durchaus sehen lassen. Bedingt durch verschärfte Auflagen wie zum Beispiel die Altautoverordnung der Europäischen Union, aber auch gefördert durch Umweltprogramme der Bundesregierung, haben viele Firmen neue Technologien und Arbeitsprozesse entwickelt, die den Einsatz giftiger Werkstoffe beim Galvanischen Verzinken reduzieren und darüber hinaus sparsam mit Energie und Wasser umgehen. „Hier nehmen die Betriebe in Nordrhein-Westfalen oft eine Vorreiterrolle für die Branche ein“, sagt Ralf Becker-Mondré.