Zink different!

Das Zinklamellen-Verfahren ist ein Korrosionsschutzsystem, das sich besonders für höher- und hochfeste Stahlqualitäten eignet.

11. Januar 2012

Das Zinklamellen-Verfahren ist ein Hochleistungskorrosionsschutz auf Basis von Zink und Aluminium, das vor allem bei kleineren Bauteilen wie Schrauben, Muttern oder auch Scharnieren angewendet wird. Als wesentliche Verfahrensvorteile sind die HCl-freie Vorbehandlung, die niedrige Prozesstemperatur von max. 280 °C sowie die hervorragenden Korrosionsschutzeigenschaften, auch in aggressiven Umgebungsbedingungen wie Chlorid-Aerosolen oder Emissionen wie SO2 und NOx, zu nennen.

"Ich bin sehr froh, dass wir unsere Beteiligung an der Nedcoat-Gruppe, Niederlande, auf 100 % ausgebaut haben. Denn dadurch ist unser Leistungsspektrum im Bereich der Verfahren der Oberflächenveredelungstechnologien abgerundet", erklärt Paul Niederstein, Geschäftsführender Gesellschafter der Siegener Verzinkerei Gruppe.

Ninocoat ist in den Benelux-Ländern Lizenznehmer für die chromfreie Korrosionsschutzmethode Geomet von Dacral. Geomet ist ein dünner, nicht-elektrolytischer Schutz, bestehend aus mikroskopisch kleinen Zink- und Aluminium-Lamellen. Die Mindestschichtdicke beträgt 4 μm, kann aber je nach Anforderung bis auf 16 μm angepasst werden. Eine Mindestschichtdicke von 8 μm liefert bereits einen Widerstand von 500 Stunden im sogenannten Salzsprühtest. Behandelte Produkte bewahren ihre physikalischen Eigenschaften, sind aber auf Grund der geringen Schichtdicke sehr formstabil und zeigen keine Versprödungen.

Ursprünglich wurde das Verfahren für die Automobilindustrie entwickelt. Heute veredeln viele Unternehmen aus Landwirtschaft, Klimatechnik, Maschinenbau oder auch der Eisenbahnindustrie ihre Produkte mit dem ressourceneffizienten Verfahren.