Zeitsparende Alternative zum Förderband

Wenn Pressenwerkzeuge häufig umgebaut werden oder wenig Raum für den Transport der Stanzteile zur Verfügung steht, bietet der ergonomische, elektromechanische Transporter von Fibro Vorteile. Im Vergleich zu konventionellen Förderbändern punktet er mit der geringen Bauhöhe seiner Förderrinnen, kurzen Rüstzeiten und geringem Wartungsaufwand. Beim Stanzen von Fensterheber-Führungsschienen im Presswerk bei Brose ist es mit Hilfe des Systems gelungen, das Risiko eines Materialstaus zu senken.

28. September 2016

Der elektromechanische Transporter des Normalien-Spezialisten Fibro wurde für den effizienten Abtransport von Stanzteilen und Stanzabfall aus Werkzeugen entwickelt. Um die Stanzteile und Abfälle durch eine Kombination aus Vorwärts- und Rückwärtshub zuverlässig aus der Presse zu befördern, nutzt er den „Tischtucheffekt“. Das geringe Gewicht der Transportrinnen und ein Schnellspannmechanismus minimieren die Umrüstzeiten und die körperliche Belastung beim Werkzeugwechsel.

Im Presswerk bei Brose in Coburg wird der Transporter beim Stanzen von Fensterheber-Führungsschienen aus Aluminium eingesetzt. Aufgrund der Sortenreinheit beim Stanzabfall war es nicht möglich, die Abfallentsorgung wie gewöhnlich unter Flur zu realisieren.

Stattdessen wurde der Aluminiumabfall bislang mit Förderbändern quer zur Stanzrichtung in Mulden gefördert. Dabei kam es zwischen Werkzeug und Transportebene immer wieder zu Störungen. Zudem war der zeitliche Aufwand für die Instandhaltung der Förderbänder sehr hoch.

Verschleißarme Lösung für enge Bauräume

Indem die Förderbänder durch den elektromechanischen Transporter von Fibro mit vier Transportrinnen ersetzt wurden, war es möglich, sowohl die Zahl der Störungen als auch den Instandhaltungsaufwand zu reduzieren. Alle vier Förderrinnen haben nach oben hin reichlich Platz. Zudem konnte durch die Kombination aus Vorwärts- und Rückwärtshub die Gefahr eines Materialstaus fast komplett gebannt werden.

Im Vergleich zu Förderbändern, bei denen die Gurte in regelmäßigen Zyklen getauscht werden müssen, weisen die Transportrinnen so gut wie keinen Verschleiß auf. Ein Antrieb reicht aus, um das anfallende Material auf der gesamten Förderrinnenlänge zu entsorgen. Damit sinken sowohl die Investitionskosten als auch der Energieverbrauch.

Die einfache, robuste und flexible Konstruktion des elektromechanischen Transporters von Fibro gewährleistet eine hohe Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Transportsystem gibt es wahlweise mit einem oder zwei Schlitten sowie mit vertikal oder horizontal angeordnetem Getriebe. Die Fördergeschwindigkeit beträgt rund 4,5 Meter pro Minute.