Zeit ist zu kostbar geworden

Und was planen Sie?

Warum Mack Brooks die Springstec durchführt, erklärt David Tellett.

05. Februar 2013

Aus Besucherumfragen auf unseren Fastener-Fair-Veranstaltungen weltweit ergab sich, dass ein großes Interesse besteht an einer spezialisierten Fachmesse über Federntechnik.

Eine Analyse zeigte, dass dies ein wichtiger Technologiebereich ist, wenn auch eine eher kleine Nische. In der EU wurde 2010 mit der Federnproduktion immerhin ein Umsatz von 3,3 Mrd. € Euro erwirtschaftet; allein mit Schraubenfedern 1,35 Mrd. Deutschland ist Spitzenreiter, gefolgt von Frankreich, Italien und Großbritannien. Dies bewog uns, in einen Event für diese Branche zu investieren. Stuttgart, in einer der wichtigsten europäischen Industrieregionen gelegen, bot sich als Standort an.

Wie ist die Resonanz?

Wie bei allen neuen Messen sind die Reaktionen recht gemischt. Aber wir haben vor allem viel positives Feedback erhalten. Es scheint, als ob sich viele Hersteller und End-User eine solche Veranstaltung gewünscht haben, da es diese bisher so nicht gibt. Manche Unternehmen werden wohl zuerst einmal als Besucher kommen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wir sind sehr gespannt auf die verschiedenen Reaktionen der Aussteller und Besucher auf der Messe. Für uns als Veranstalter ist es ja zunächst die Aufgabe, die richtigen Geschäftspartner zusammenzubringen und dann zu sehen, wie die Veranstaltung im Sinne der Aussteller und Besucher weiterentwickelt werden kann. Wir haben da einen langfristig angelegten Ansatz.

Was gibt es für Besucher auf der ›SpringsTec‹ zu sehen?

Die Messe ist klar auf Industriefedern und Federnteiletechnologie ausgerichtet. Dazu gibt es eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen zu sehen, wie Innovatives rund um Hochpräzisionsfedern, neue Produktlinien, Druck-, Zug-, Dreh- und Wellfedern, Federringe, elastische Metallkomponenten, Oberflächentechnik, Drahtbiegeteile und zahlreiche Produkte ab Lager. Das Angebot ist recht international mit einem Schwerpunkt auf deutschen Ausstellern sowie vielen aus Italien, Frankreich, Großbritannien, der Türkei, der Schweiz und Spanien. Aber auch Aussteller aus den USA, Taiwan, Indien, China und Indonesien sind vertreten.

Springstec findet parallel zur Fastener Fair statt – gibt es da Synergieeffekte?

Springstec ist eine separate Veranstaltung mit eigenem Profil. Aber es gibt Sektoren im End-User-Bereich mit Überschneidungen. So sind einige Händ-ler sowohl in der Befestigungs- wie in der Federnbranche tätig. Ein Synergieeffekt ergibt sich also vor allem bei den Besuchern. End-User mit Interesse an beiden Branchen können beide Veranstaltungen durch eine einzige Reise abdecken. Wir veranstalten eine Networking-Party für die Teilnehmer beider Messen, sodass man sich auch einmal ganz informell treffen und austauschen kann.

Kleinere Events in spezialisierten Technologiebereichen – ein neuer Trend?

Ich glaube, dass der Faktor Zeit für Besucher eine immer größere Rolle spielt – wie auch das Kostenbewusstsein. Deshalb werden riesige, themenübergreifende Technologiemessen mit Produkten aus diversen Industriebereichen von Besuchern heute als weniger lohnend empfunden. Zeit ist zu kostbar geworden. Das Schöne an einem Nischenevent ist, dass der Ausstellungsbereich klar abgesteckt ist; der Besucher weiß genau, was er zu sehen bekommt. Auf der Ausstellerseite ist es ebenso: Ein Aussteller hat wenig davon, wenn er zu viele Besucher auf einer Messe sieht, die gar nicht an seinen Produkten interessiert sind. Deshalb sind spezialisierte Veranstaltungen einfach effizienter.

Erschienen in Ausgabe: 01/2013