Zeichen stehen weiter auf Wachstum

Deutsche Werkzeugmaschinenproduktion bricht alle Rekorde

28. Februar 2007

2006 produzierte die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie Maschinen und Dienstleistungen im Wert von 10,8 Mrd. Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 4 Prozent. Anlässlich der Jahrespressekonferenz prognostizierte Carl Martin Welcker, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), für das laufende Jahr noch einmal weitere 7 Prozent Zuwachs auf dann 11,5 Mrd. Euro. „Das ist der höchste Produktionswert, den die Branche jemals erzielt hat. Er stellt den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2001 weit in den Schatten“, berichtete er vor Journalisten.

Der Export hat die Branche 2006 ein weiteres Mal zum Erfolg geführt. Die Ausfuhren stiegen in den ersten neun Monaten um 13 Prozent weit überproportional. China hat sich abermals als wichtigster Absatzmarkt vor den USA behauptet. Besonders die Exportzuwächse nach Korea und Indien ragen positiv heraus. Dies sei ein klares Zeichen für die deutlich gewachsenen Ansprüche der dortigen Industrie, so Welcker. Selbst die anspruchsvollen japanischen Anwender hätten verstärkt deutsche Werkzeugmaschinentechnik geordert und befänden sich erstmals unter den Top 15 der wichtigsten Exportmärkte. Die asiatischen Anbieter ihrerseits drängen zunehmend mit höherrangigen Technologien auf den deutschen Markt. Insgesamt wuchs der Import in den ersten drei Quartalen 2006 um 15 Prozent. Weit überproportional konnten Korea, Taiwan und Japan ihre Lieferungen steigern, ebenso ausgehend von einem niedrigen Niveau der Neuling China. Von den europäischen Lieferanten hielten nur die Türkei und Polen mit. Auch die Nachfrage aus Deutschland selbst hat gehörig zugelegt. Allein 2006 sind die Bestellungen um mehr als ein Viertel gewachsen. Das verschafft dem nunmehr vier Jahre währenden Aufschwung des deutschen Werkzeugmaschinenbaus ein stabiles zweites Standbein.