Zauberlicht für Rohre

Laserbearbeitung by Rofin Das gibts auf der Tube bei Rofin (Halle 8b, Stand C14), bei Esta Rohr (Halle 8b, Stand E45) oder bei Adige/BLM Group (Halle 8a, Stand D06).

14. März 2008
Laserschneiden von Rohren mit Rofins CO2-Slab-Laser (Bild: BLM Group)
Bild 1: Zauberlicht für Rohre (Laserschneiden von Rohren mit Rofins CO2-Slab-Laser (Bild: BLM Group))

Trinkwasserleitungen, Stahlmöbel, Maschinenrahmen oder feinste Röhrchen für die Medizintechnik — die Liste mit möglichen Einsatzgebieten ließe sich beliebig fortsetzen. Fest steht: täglich werden tausende Kilometer Rohre, Leitungen und Profile auf den verschiedensten Maschinen rund um den Globus geformt, geschweißt, geschnitten und markiert. Der Laserspezialist Rofin gibt den Herstellern mit seinen vielfältigen Laserstrahlquellen und Systemen dabei die perfekten Werkzeuge an die Hand.

Laserschweissen

Die Vorteile des Laserfügens kennt man seit Jahren im Siegener Unternehmen Esta Rohr: hier produziert man seit 2005 mit einem 4,5-kW-CO2-Slab-Laser und dem Profile Welding System (PWS) von dem Hamburger Laserhersteller Rofin Meter für Meter längsnahtgeschweißte, nicht rostende Stahlrohre unterschiedlichster Durchmesser im Dreischichtbetrieb. »Der Nutzen liegt für uns auf der Hand«, berichtet Sven Pitzer, Technischer Leiter bei Esta Rohr, »im Gegensatz zum klassischen WIG-Schweißen ist der Laser rund dreimal so schnell. Wir schweißen zum Beispiel Rohre der Dimension 18 x 1 mm auf der konventionellen WIG-Anlage mit 5,5 m/ min; die Laseranlage dagegen schafft 16 m/min, wobei uns hier nicht die Leistung des Lasers, sondern vielmehr die integrierte Glühanlage in der Geschwindigkeit beschränkt. Ebenso wichtig ist jedoch, dass sich alle üblichen rostfreien Stähle, egal ob austenitisch oder ferritisch, einwandfrei verschweißen lassen. Insbesondere die ferritischen Chromstähle fertigen wir inzwischen ausschließlich mittels Laserschweißen.« Neben den bekannten austenitischen Werkstoffen erfahren die ferritischen Stähle wie 1.4509, 1.4520 oder auch 1.4521 aktuell eine Wiederentdeckung, weil sie wegen der günstigeren Kosten, bei gleichwertiger Korrosionsbeständigkeit, in vielen Anwendungsgebieten eine wirtschaftliche und gleichzeitig technisch machbare Alternative darstellen.

Bei der Herstellung von Edelstahlrohren aus diesen Werkstoffen kann der Laser mit der Möglichkeit, die eingebrachte Streckenenergie genau zu kontrollieren, seine Prozessvorteile ausspielen.

Aber nicht nur die Schweißmöglichkeiten überzeugen den 38-Jährigen, auch in puncto Verfügbarkeit bietet die Laseranlage Vorteile: Der berührungslos arbeitende CO2-Slab- Laser ist dem klassischen WIG-Schweißen mit den naturgemäß regelmäßig zu ersetzenden Elektroden und dem damit verbundenen unvermeidlichen Zwangsstopp der Anlagen deutlich überlegen; mit dem Laser liegt die Verfügbarkeit der Anlage nahezu bei 100 Prozent.

Neben Esta haben sich in den letzten fünf Jahren weltweit mehr als zwanzig neue Unternehmen für Rofins CO2-Slab-Laser zusammen mit dem Profile Welding System für die Fertigung von Edelstahlrohren entschieden. Mit der integrierten Spaltlageerkennung gleicht die PWS-Sensorik selbst geringste Abweichungen in der Schweißposition aus und ermöglicht somit ein optimales Schweißergebnis auch unter schwierigen Bedingungen.

Laserschneiden

Aber nicht nur beim Schweißen, auch beim Schneiden von Rohren und Profilen können Laser ihre Schnelligkeit und Präzision ausspielen. Dort wo Verfahren wie Bohren, Fräsen, Sägen oder Stanzen an ihre Grenzen stoßen, eröffnet das Laserschneiden oft neue Möglichkeiten. Wirken bei den konventionellen Methoden enorme mechanische Kräfte auf das Werkstück ein, erledigt der Laser seine Arbeit berührungslos und hochflexibel.

Durch einfachen Programmwechsel können ohne den Austausch von Werkzeugen selbst hochkomplexe Konturen geschnitten werden. Auch die thermische Belastung des Werkstücks ist minimal, sodass sich selbst ?m-genaue Röhrchen, wie sie in Spritzen oder medizinischen Implantaten, sogenannten Stents, Verwendung finden, problemlos schneiden lassen.

Aber auch deutliche größere Rohrdurchmesser lassen sich zuverlässig und schnell mit dem Laser schneiden — von einfachen Trennschnitten bis hin zu komplexen Aussparungs- und Formschnitten ermöglichen Laser die präzise Herstellung von Werkstücken.

Lasermarkieren

Mit Flexibilität punktet der Laser auch bei der dauerhaften Kennzeichnung von Rohren zur Qualitätssicherung. Hier hat Rofin ein Konzept entwickelt, bei dem der Laser das Rohr »on the fly« markiert. Dieses, und andere Rohrlasersysteme werden auf der Tube bei Rofin und den im Vorspann genannten Unternehmen zu sehen sein.

Erschienen in Ausgabe: 03/2008