Zahlreiche ungenutzte Optimierungspotenziale

Und was planen Sie?

Totgeglaubte - leben bekanntlich länger. Geschäftsführer Thomas Berg hat einiges vor mit der neuen RSA.

18. August 2011
Zur Person: Thomas Berg - ist Geschäftsführer der RSA Cutting Systems GmbH.
Bild 1: Zahlreiche ungenutzte Optimierungspotenziale (Zur Person: Thomas Berg - ist Geschäftsführer der RSA Cutting Systems GmbH.)

Was ist denn so ›neu‹ an der neuen RSA? Das neue Design war sicher nicht die einzige ›strategische‹ Maßnahme.

Natürlich nicht, aber es stellt einen wichtigen Schritt für uns dar. Design ist ein Wertschöpfungsfaktor, denn ein ästhetisches Arbeitsumfeld steigert nachweisbar die Arbeitszufriedenheit und damit die Arbeitsqualität. So können wir unseren Kunden einen zusätzlichen Mehrwert bieten. Es handelt sich allerdings um mehr als nur ein Facelifting. Unter dem neuen Äußeren verbergen sich zahlreiche technische Innovationen sowie auch ein neues Bedienkonzept. RSA ist in der Säge- und Entgrattechnologie immer Technologieführer gewesen, und das wird sich weiterhin in entsprechenden Produkten niederschlagen.

Neu ist zudem, dass wir den Dialog mit unseren Kunden, eine Stärke von RSA, wieder deutlich intensiviert haben. Sie wünschen sich von uns mehr Flexibilität, mehr Reaktionsschnelligkeit und mehr Kommunikation. Wir haben die internen Prozesse entsprechend umgestellt und uns personell verstärkt, um diese Forderungen zu erfüllen.

Fühlten Sie sich in den Kundengesprächen auf der Blechexpo in diesem Kurs bestätigt, oder konnten Sie noch interessante Impulse aufnehmen?

Nahezu alle wesentlichen Impulse für unsere Produkte und unsere Strategie kommen von unseren Kunden, und für diese konsequente Ausrichtung an den Kundenwünschen haben wir viel Zustimmung erhalten. Wir haben aber auch festgestellt, dass viele Kunden nicht wissen, dass wir die fünf Säulen Sägezentren, Sägeblätter, Entgratmaschinen, Bürsten und Service bedienen. Darum werden wir in Zukunft die Vorteile dieses Systemangebots für die Kunden deutlicher kommunizieren.

Welche unternehmerischen Motive stehen hinter der Verlagerung Ihres Betriebs nach Schwerte? Und konnten Sie alle wichtigen Mitarbeiter motivieren, diesen Weg mitzugehen?

Erstens geht es um das verfügbare Platzangebot. Durch die neue Montagehalle in Schwerte können wir zukünftig doppelt so viele Sägezentren bauen und zudem die Produktion noch ausweiten. Mehr Platz bedeutet zweitens, wir können unsere Prozesse optimieren. Und last, not least ist der Umzug ein deutlich sichtbares Zeichen für den Neustart, auch in den Köpfen der Mitarbeiter, die – und das möchte ich betonen – alle wichtig sind für uns, denn jeder trägt seinen Teil zu einem perfekten Endprodukt bei. Und zum Glück haben auch alle erklärt, uns nach Schwerte folgen zu wollen – weil sie sehen, dass dieser Weg Zukunft hat.

Blicken wir zwei, drei Jahre nach vorne – wo sehen Sie RSA dann, sowohl in der technischen als auch unternehmerischen Entwicklung?

Wir werden breiter aufgestellt sein. Das betrifft sowohl die Branchen, für die wir tätig sind, als auch unsere Produkte. Eine solche vertikale und horizontale Expansion wird uns stabiler machen, weil wir nicht mehr so stark von einzelnen Industriezweigen abhängig sein werden. Außerdem werden wir den Fokus nicht nur, wie in der Vergangenheit, auf Sägezentren legen, sondern alle Unternehmensbereiche stärken. Technisch wollen wir unsere führende Position ausbauen. Wir investieren weiter in F+E, denn wir sehen noch zahlreiche ungenutzte Optimierungspotenziale in der Praxis.

Erschienen in Ausgabe: 04/2011