Wissen um Presshärten prämiert

AP&T hat den neu gestifteten Preis der Universität Kassel für hervorragendes Wissen im Bereich des Presshärtens erhalten. Die Auszeichnung „Certificate of PHS Team Excellence“ wurde im Rahmen des AP&T-Seminars „Future Forming“ verliehen, das für die Automobilbranche in Shanghai veranstaltet wurde.

15. Februar 2016

Wie kann die Automobilbranche neue Materialien und Umformverfahren zur Verringerung des Fahrzeuggewichts und des Kraftstoffverbrauchs nutzen? Diese Frage stand beim  AP&T-Seminar „Future Forming“ in Shanghai im Mittelpunkt. Im Seminar traten weltweit führende Experten von AP&T und Kooperationspartnern als Redner auf. Es lockte Hunderte von Gästen aus den Bereichen OEM-Hersteller und Zulieferer: von Materialien, Bauteilen und Komponenten.

Die Anforderungen an geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger Kohlendioxidemissionen sind die größten Antriebskräfte für das große Interesse der Automobilbranche an leichteren Materialien und gewichtssenkende Umformverfahren. Auf diesem Gebiet ist AP&T Wegbereiter für das Presshärten, mit dem man belastbarere und leichtere Konstruktionen herstellen kann.

Gesamtlösung am Markt

„Das Presshärten hat eine Revolution in der Automobilbranche ausgelöst. Das Potential für weitere Entwicklungen ist enorm. Bei AP&T spielt die Kompetenzförderung in der Spitze und Breite eine ganz wichtige Rolle, damit wir unseren Kunden auch in Zukunft die besten Gesamtlösungen des Marktes und den besten Support anbieten können“, erklärt Dr. Christian Koroschetz im F&E-Zentrum von AP&T.

Im letzten Jahr wurden mehr als 160 der insgesamt 450 Mitarbeiter von AP&T in den USA, Asien und Europa im Presshärten ausgebildet. Die Kompetenzförderung umfasst Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens, von der Produktentwicklung bis zu Marketing und Vertrieb. Diese Einstellung wurde im Rahmen des Seminars in Shanghai mit dem „Certificate of PHS Team Excellence“ belohnt. Die Auszeichnung wurde von Prof. Dr. Kurt Steinhoff und Agim Ademaj von der Universität Kassel vorgenommen.

Anerkennung und Ansporn

„Dieser Preis ist eine Anerkennung, die uns zur weiteren Vertiefung unserer Kompetenz auf allen Ebenen anspornt, damit wir den Anforderungen der Zukunft gewachsen sind“, meint Christian Koroschetz.

So stellt sich die Frage, ob die Fahrzeuge der Zukunft aus pressgehärtetem Stahl, Verbundmaterial, warm umgeformtem Aluminium oder gar aus Magnesium hergestellt werden. Schon heute steht fest, dass die Entwicklung vom traditionell kalt umgeformten Stahl zu einer Kombination verschiedener Materialien geht.

Im Verlauf der zwei Seminartage erhielten die Teilnehmer Gelegenheit, sich mit den neuesten Fortschritten der Material- und Prozessentwicklung zu befassen und eine Reihe neuer Technologien kennenzulernen. Das Interesse war nicht zuletzt bei Leichtmaterialien wie Kohlefasern groß, wo neue Produktionsverfahren das Potential haben, die Herstellungskosten erheblich zu senken.