"Wir wollen nach oben"

Und was planen Sie?

Die Spitze ist das Ziel von Yih Shen Machinery (YSM) aus Taiwan. Vice General Manager Ching-Tang Lin verrät Einzelheiten.

06. Oktober 2016

Was führte in erster Linie dazu, dass YSM auch in Europa immer mehr Anerkennung findet?

In den letzten Jahren hat sich YSM darauf konzentriert, intelligent konstruierte, robuste und kostengünstige Stanz-Biege-Maschinen zu bauen. Ferner konnten wir nach und nach weitere Operationen wie Gewindeschneiden, Schweißen oder Nieten integrieren. Dank seiner Qualitätsoffensive darf YSM nun CE-zertifizierte Maschinen nach europäischem Standard anbieten.

Aber nicht nur der technische Anschluss an europäisches Niveau führte zu mehr Aufmerksamkeit in westlichen Ländern. Ganz wesentlich sind unsere Werbeaktivitäten. So haben wir an jeder größeren relevanten Messe teilgenommen. Auf der Euroblech sind wir 2016 zum dritten Mal, und wir nehmen uns sehr viel Zeit für jeden Besucher, um ihn von der Eignung unserer Maschinen zu überzeugen. Aber nicht nur auf Messen, sondern auch auf anderen Veranstaltungen zum Thema Metallumformung suchen wir Geschäftspartner.

Unsere Stanz-Biege-Linien versorgen ein großes Spektrum Industriebranchen, zum Beispiel die Hersteller von Mobiltelefonen, von Steckern, Steckdosen und Schaltern, von Automobilteilen, die Bauindustrie und die Hersteller von Computer-Hardware.

Bekanntlich stoßen Maschinenbauer in Europa auf extrem harten Wettbewerb. Wie will YSM gegen die anderen asiatischen und die europäischen Wettbewerber bestehen?

Erstens: Stanz-Biege-Linien sind an sich schon eine sehr wettbewerbsfähige Alternative zu herkömmlichen High-Speed-Pressen, weil der Prozess den Materialverbrauchdeutlich reduziert. Das reduziert auch die Stückkosten.

Zweitens: Unsere Maschinen produzieren sehr kostengünstig auch kleinere Lose, weil die Werkzeugwechselzeiten und ebenso die Werkzeugkosten minimal sind. Deshalb sind auch die TCO, die Kosten über die Nutzungszeit, sehr gering.

Drittens: Heute ist die Flexibilität entscheidend. Unser modularer Maschinenaufbau ermöglicht es dem Kunden, die Maschinen sehr schnell an seine Wünsche, das heißt an die Anforderungen des aktuellen Auftrages anzupassen. Die bedienerfreundliche Steuerung verlangt nicht nach umfangreichen Schulungen, sondern kann in kurzer Zeit im Betrieb, quasi on the Job, erlernt werden.

Viertens – und das ist das Wichtigste: Wir glauben an eine Partnerschaft mit unseren Kunden, basierend auf der Überzeugung, dass man durch Zusammenarbeit die besten Lösungen findet.

Nennen Sie uns bitte ein paar Ihrer Erfolgsgeschichten! Und welche Ziele verfolgt YSM hauptsächlich?

Aus unseren zahlreichen Erfolgen möchte ich zwei herauspicken: Bei einem japanischen Hersteller von Geräten für die Elektroinstallation laufen 26 Maschinen von uns, und für einen weltweit tätigen Autoteilehersteller haben wir einen ganzen Herstellungsprozess entwickelt.

Technologisch geht es zum einen darum, sowohl die Produktivität als auch die Qualität zu erhöhen, zum anderen weitere Funktionen zu integrieren. Kommerziell wollen wir unsere Spuren in Europa und den USA vergrößern, aber auch in Südostasien sehen wir Wachstumschancen.

Was möchten Sie von der Euroblech mitnehmen?

Wir möchten den Dialog mit den Maschinennutzern vertiefen, um herauszufinden, wie ihnen unsere Anlagen helfen können.

Die Euroblech ist eine Weltmesse, die nicht nur Besucher aus der EU, sondern auch aus Vorderasien und Afrika anzieht. Wir möchten alle potenziellen Kunden kennenlernen, die sich für unsere Technik interessieren, ihre Bedürfnisse verstehen und ihre Wünsche erfüllen.

Erschienen in Ausgabe: 06/2016