„Wir starten eine Rakete, die hat es in sich!"

Funktionen definieren, Daten benennen, Mehrwerte für Kunden generieren: Das war der Auftrag an die Arbeitskreise Arbeits- und Ressourcenmanagement, Energieeffizienz und Maintenance, die sich innerhalb des Industry Business Network 4.0 nun konstituiert haben. Den Startschuss gab ein Treffen im bayerischen Bad Wörishofen. Unter der Leitung von TÜV Süd, Universität Augsburg und Fraunhofer IGCV wurden im Rahmen eines Kickoff-Workshops erste Ergebnisse erarbeitet.

16. August 2017
Im Rahmen eines Kickoff-Workshops konstituierten sich jetzt die Arbeitskreise zu den Mehrwertfeldern Arbeits- und Ressourcenmanagement, Energieeffizienz und Maintenance. (Bild: Industry Business Network 4.0 e.V.)
Bild 1: „Wir starten eine Rakete, die hat es in sich!" (Im Rahmen eines Kickoff-Workshops konstituierten sich jetzt die Arbeitskreise zu den Mehrwertfeldern Arbeits- und Ressourcenmanagement, Energieeffizienz und Maintenance. (Bild: Industry Business Network 4.0 e.V.))

Die Herstellervereinigung innovativer Mittelstandsunternehmen – Industry Business Network 4.0 e.V. – treibt ihre Ziele weiter voran. Im Rahmen eines Kickoff-Workshops konstituierten sich jetzt die Arbeitskreise zu den Mehrwertfeldern Arbeits- und Ressourcenmanagement, Energieeffizienz und Maintenance.

Zahlreiche Mitglieder

Unter anderen mit dabei: Hersteller von Schneidanlagen, Plasmaquellen, Filteranlagen, Richtmaschinen, Entgratanlagen sowie Unternehmen aus dem Bereich Schweißtechnik. Weitere Teilnehmer kamen aus der Automatisierungstechnik, der Softwareentwicklung, der Technologieberatung sowie aus Wissenschaft und Forschung.

Prof. Dr. Johannes Schilp, Inhaber des Lehrstuhls für Produktionsinformatik an der Universität Augsburg und Projektleiter beim Fraunhofer IGCV, moderierte die verschiedenen Arbeitskreise. Dr. Detlev Richter, Vice President der TÜV Süd Product Service GmbH, leitete durch den Tag: „Es sind gewaltige Herausforderung, der wir gegenüberstehen. Was wir als TÜV gelernt haben und warum wir auch hier dabei sind: Wir brauchen kleine schnelle Partner, die kreativ sind, die Ideen haben, die machen.“

Konstantin Kernschmidt, Projektmanager Industrie 4.0 beim Gastgeber und Gründungsmitglied Microstep, fasste die Zielsetzung des Verbands zusammen: „Wir wollen alle Systeme auf Grundlage eines gemeinsamen Standards vernetzen und damit erreichen, dass im Ergebnis diese perspektivisch interoperabel und auch sicher miteinander arbeiten können.“ So ist man davon überzeugt, dass ein gemeinsamer Standard die Grundvoraussetzung dafür ist, das Potenzial von Industrie 4.0 zu nutzen.

Industrie-4.0-Maschine

Gemeinsam mit Alexander Funk, Leitung Marketing & Kommunikation bei Microstep, bereitete er die Ergebnisse und Entwicklungen der Projektteams der vergangenen Monate auf: „Unser Verband ist der einzige, der in diesem Kontext herstellerübergreifend beim Thema Vernetzung loslegt. Wenn wir das hinbekommen, dann hat das Modellcharakter. Was wir hier machen ist keine Rocket-Science, aber wir starten eine Rakete, die hat es in sich.“

Ziel der Arbeitskreise ist es, innerhalb der nächsten Wochen und Monate gemeinsam Lösungen zu definieren. So wurden nun für die Bereiche Arbeits- und Ressourcenmanagement, Energieeffizienz und Maintenance erste Funktionen des Systems mit Blick auf Mehrwert für Kunden definiert. Parallel wird der Aufbau von Referenzanlagen an mehreren Standorten vorangetrieben. „Industrie 4.0-Anlagen live erleben, das ist ja das Ziel, das wir mit den Referenzanlagen erreichen wollen“, sagte Kernschmidt.

Kreativität und Geschwindigkeit

Dr. Michael Schnick, Geschäftsführer der Oscar PLT GmbH, führte in seiner Keynote in Industrie 4.0 ein und erläuterte aktuelle Erkenntnisse des Marktes. Der Ingenieur, der für den Plasmatechnikhersteller Kjellberg Finsterwalde den Bereich Entwicklung verantwortet, erklärt: „Offener Gedankenaustausch, innovative Lösungen sowie konkrete Implementierungen: Das sind neben Kreativität und Geschwindigkeit die Stärken des Mittelstands.“

Igor Mikulina zog am Ende des Arbeitskreistreffens ein positives Fazit: „Wir haben heute erlebt, dass wir in dieser Breite, mit der wir aufgestellt sind, sehr viel bewegen können“, so der Vorstandsvorsitzende des Industry Business Network 4.0 und Geschäftsführer von Microstep Europa. „Gemeinsam werden wir für unsere Kunden und uns neue Geschäftsmodelle entwickeln – und das wird uns noch jede Menge Freude bereiten.“