»Wir bündeln unsere Kräfte«

IBU aktuell

IBU-Präsident Dr. Gerhard Brüninghaus hat im Juni 2012 zusätzlich die Aufgabe des Präsidenten des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) übernommen. Der WSM ist der maßgebliche Wirtschaftsverband der Branche und Sprachrohr mittelständischer Interessen.

10. September 2012
»Wir bündeln unsere Kräfte« IBU-Präsident Dr. Gerhard Brüninghaus hat im Juni 2012 zusätzlich die Aufgabe des Präsidenten des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) übernommen. Der WSM ist der maßgebliche Wirtschaftsverband der Branche und Sprachrohr mittelständischer Interessen.
Bild 1: »Wir bündeln unsere Kräfte« (»Wir bündeln unsere Kräfte« IBU-Präsident Dr. Gerhard Brüninghaus hat im Juni 2012 zusätzlich die Aufgabe des Präsidenten des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) übernommen. Der WSM ist der maßgebliche Wirtschaftsverband der Branche und Sprachrohr mittelständischer Interessen.)

Allen meinen Kollegen ist bewusst, dass wir unsere Interessen nur dann wirkungsvoll vertreten können, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Das Gesprächsklima ist deutlich besser geworden, in der Sache selbst sind aber noch wichtige Weichen zu stellen. Es ist schon eine besondere Herausforderung, die Umstrukturierung bei laufendem Geschäftsbetrieb zu meistern.

Sie wollen den politischen Interessen der Unternehmen noch mehr Gewicht geben. Welche Themen stehen auf der Agenda?

Zunächst geht es um die Kernfrage an die Politik: Will sie die mittelständische Industrie in Deutschland stützen? Bevor dann jeder begeistert »Ja« ruft, sind die Fragen zu konkretisieren: Wie sichert der Staat die Energieversorgung und zu welchen Kosten? Wie wirken sich die europäischen Rettungsschirme auf die Kredite der mittelständischen Unternehmen aus? Werden Bürokratiemonster wie die Gelangensbescheinigung doch noch Realität?

Sind das nicht alles auch Themen, die der Bundesverband der Deutschen Industrie für Sie wahrnimmt?

In der Tat ist uns die Mitgliedschaft im BDI sehr viel wert. Dabei werden wir in einer vernünftigen Arbeitsteilung zusammenarbeiten. Gleichwohl konzentrieren wir uns auf die Themen, die speziell für den Mittelstand und die WSM-Branche relevant sind. Hierbei werden wir auch mit anderen Wirtschaftsverbänden und Akteuren kooperieren.

Die Unternehmen der WSM-Industrie sind unterschiedlich aufgestellt. Welche gemeinsamen Themen gibt es über die Größenunterschiede und die Verarbeitungsstufen hinweg?

Der Werkstoff Stahl hat wesentlich zur Prägung unserer Industrie beigetragen. Hierzu gibt es Weiterentwicklungen und Ausdifferenzierungen in den Verarbeitungsstufen. Die gemeinsame Klammer der nächsten Jahre wird durch die Folgen und die Gestaltung der Globalisierung geprägt. Wie stellen sich die Unternehmen auf die veränderten Märkte ein, wie können wir unsere Rolle als Zulieferer zukunftsgerecht wahrnehmen?

Welche Unterstützung können die Verbände in dieser Situation bieten?

Der Wirtschaftsverband und die Fachverbände unterstützen die Unternehmen mit konkreten Beratungs- und Informationsangeboten. Die Mitgliedsunternehmen profitieren außerdem vom Erfahrungsaustausch, für den wir vielfältige Plattformen schaffen. Im Dialog mit anderen Mittelständlern können sich die Unternehmer vergewissern, wie sie im Wettbewerb positioniert sind.

Simone Flattich

Erschienen in Ausgabe: 05/2012