Winzig, aber komplex

Die LK Mechanik GmbH zeigt sich auf der Motek in Stuttgart als Feinschneid-Spezialist. Denn sowohl mit der Laserfeinschneid-Technik als auch im Wasserstrahl-Microcutting realisiert das Unternehmen filigrane Präzisionsteile mit extrem dünnen Wandungen und winzigen Bohrungen.

17. September 2015

Der Feinschneidspezialist stellt auf der diesjährigen Motek winzige Präzisionsteile aus. Wer in der Glasvitrine beispielweise eine 0,05 Millimeter dünne Edelstahl-Platine begutachtet, kommt ins Staunen: 20 Mikrometer schmale Spalten, Stegbreiten von 0,05 Millimeter und Bohrungen mit Durchmesser von 0,2 Millimeter sind typische Dimensionen für die hochpräzise gefertigten Miniaturbauteile aus dem Portfolio des Metallverarbeiters.

LK Mechanik realisiert solche Formteile vor allem im Laserfeinschneiden und Wasserstrahl-Microcutting. Das Unternehmen stellt damit sicher, dass die Kunden aus einer breiten Palette verschiedener Materialien auswählen können: Die Klein- und Mikroteile bestehen aus Edelstahl, NE- und Hartmetall, Kunststoff, Keramik, Carbon oder PKD. Selbst Titan, Verbundmaterialien, Chipträger und Silizium gehören zum Werkstoff-Angebot von LK Mechanik.

Dünne Wände und kleinste Bohrungen

Während die modernen Laserfeinschneid-Anlagen für die Feinstbearbeitung sehr dünner Metallbleche sowie winziger, komplexer 2D- und 3D-Formteile eingesetzt werden, liegt die Stärke des Wasserstrahl-Microcuttings auf der Herstellung von 2D-Bauteilen, die keiner thermischen Belastung ausgesetzt sein dürfen. Das Verfahren schont die Gefügestrukturen und Oberflächen der bearbeiteten Werkstoffe, weil es ganz ohne Wärmeentwicklung arbeitet. Ein weiterer Pluspunkt des Wasserstrahl-Microcuttings besteht in der Möglichkeit, extrem feine und genaue Konturenschnitte zu realisieren. Außerdem erweist es sich, so wie es LK Mechanik praktiziert, als schneller und kostengünstiger als etwa das Drahterodieren. Zudem entsteht kaum Nachbearbeitungsaufwand, denn das Verfahren verursacht keine Ausbildung von Graten. Und wenn Schnittspalte im unteren Mikrometer-Bereich gefordert sind, schneidet LK Mechanik mit Reinwasser – also ohne Abrasivmittel.

Die Kleinst- und Miniatur-Bauteile können vor allem System- und Komponenten-Hersteller in Feinmechanik, Elektrotechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik, Uhrenindustrie und Musterbau nutzen.