Winkel und Wege sicher im Griff

Mit der EN ISO 13849 hat sich in Bezug auf sicheres Erfassen von Wegen und Winkeln einiges geändert. Die neuen "Draft Standards" gehen noch einen Schritt weiter. Nicht immer ist ein passender Sensor am Markt zu finden, der der Norm gerecht wird und gleichzeitig den Anspruch an Robustheit und Langlebigkeit erreicht. Deshalb hat der Sensorspezialist Siko im Bereich mobile Maschinen einen redundanten absoluten Drehgeber WV58MR entwickelt.

29. März 2016

Mit dem neuen redundanten absoluten Drehgeber bietet Siko eine Lösung, bei dem der Kunde auch unter extremen Anforderungen Winkel und Wege sicher im Griff hat. Der Drehgeber kann mit seinem Kategorie-2-Aufbau in Anwendungen bis SIL2 und PLd eingesetzt  werden.

 

Alleskönner

Der Drehgeber basiert auf einer robusten, magnetischen Abtasttechnik. Der Messbereich von 4.096 Umdrehungen wird mit 14 Bit aufgelöst. Für die Erfassung des Multiturns setzt Siko auf ein neues Getriebe. Im Gegensatz zu batteriegepufferter oder selbstversorgender Multiturn-Technik liefert es auch nach Jahren sicher Positionswerte.

Die beiden galvanisch getrennten Sensoreinheiten des Drehgebers erfassen die Position autark. Die absolute Position und die Geschwindigkeit werden über die Schnittstelle permanent der Steuerung zur Verfügung gestellt. Speziell in Hinsicht auf die Schnittstelle hat der Kunde die Möglichkeit, zwischen drei Versionen zu wählen.

So stehen ihm neben einer Version mit zwei separaten Canopen-Schnittstellen und zwei Node-IDs auch eine Version zur sicheren Übertragung über Canopen Safety zur Verfügung. Dadurch hat der Kunde hohe Flexibilität und kann den Geber auf seine Applikation anpassen. Ob zwei getrennte CAN-Stränge, einen gemeinsamen oder die sichere Übertragung über Canopen Safety, der WV58MR bietet alle Möglichkeiten.

Der Hardcore-Encoder

Darüber hinaus ist er robust und widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse. Mit der Schutzart IP65/IP67 und einem Temperaturbereich von -40 bis 85 Grad Celsius sowie einem speziellen Beschichtungsverfahren ist er für den Einsatz in mobilen Maschinen gerüstet. Für Anwendungen im Hafenbereich steht auch eine Version mit salznebelbeständigem Gehäuse zur Verfügung. Durch die doppelten Kugellager sind, laut Hersteller, hohe axiale und radiale Lasten auf der Welle kein Problem.

 

Spezialist für Drehkranzpositionen

Auch im inneren stecken Funktionen, die dem Maschinenkonstrukteur die Einbindung deutlich erleichtern. So wurde speziell für die Erfassung von Drehkranzpositionen eine spezielle Software entwickelt.

Da der Drehgeber meist über ein Außenzahnrad mit dem Drehkranz verbunden wird und auch ungerade Übersetzungen entstehen können, ist die Umrechnung für den Maschinenhersteller in einen 0- bis 360-Grad-Wert nicht immer einfach. Denn die Position des Drehkranzes sollte immer in 360 Grad aufgelöst werden können.

Hierfür hat Siko eine spezielle Software implementiert, die die Zähnezahl des Drehkranzes sowie die Zähnezahl des Außenzahnrads im Drehgeber parametriert. Der Drehgeber gibt so über die Schnittstelle die exakte Position des Drehkranzes sowie dessen Geschwindigkeit aus und nimmt dem Maschinenhersteller das Umrechnen der Position ab.