Wie sieht Zukunft des Rohrbiegens aus?

Technik | Rohrbiegen

Zum Ende des Geschäftsjahres blickt man bei Transfluid nicht zurück, sondern nach vorne, und zwar auf den ›Innovation Days‹, gespickt mit interessanten Vorträgen. Doch man redet nicht nur in Schmallenberg.

26. November 2013

Nur individuell abgestimmte Lösungen bringen bei speziellen Herausforderungen das beste Ergebnis, insbesondere wenn intelligente und wirtschaftliche Technologien für das Rohrbiegen gefragt sind. Die Experten der Transfluid Maschinenbau GmbH bieten dafür vielseitige Möglichkeiten, die auf die besonderen Anforderungen der Anwendungen abgestimmt werden können.

Mit dem breiten und ausgereiften Transfluid-Portfolio stehen für optimale Fertigungsprozesse Rohrbiegetechnologien von leistungsstarken Mobilbiegemaschinen über effiziente Dornbiegemaschinen bis hin zu Rohrbiegemaschinen für Großrohre bis 25 mm Wandstärke und bis 300 mm Rohrdurchmesser zur Verfügung.

Für unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten stellt das südwestfälische Unternehmen aus Schmallenberg effektive Varianten zur Verfügung – mit servoelektrischem, hydraulischem oder hybridem Antrieb, als Halb- oder Vollautomaten, mit Freiformmöglichkeit, mit Biegerichtung rechts oder links, als Rechts-/Linksbieger, mit Handlingsystemen oder Robotern für eine vollautomatische Beladung und Entnahme.

Softwarelösung zum Biegen

Als Softwarelösung stellt Transfluid das Programm T Control bereit. Sie ermöglicht auch das Importieren von Isometrien aus allen gängigen CAD-Systemen.

Die Transfluid-Lösung für den Großserienbetrieb heißt T Motion. Sie bietet ausgereifte Konzepte für das Rohrbiegen und Rohrumformen. Sämtliche Maschinen können automatisch beladen und in vollständige Fertigungszellen eingebunden werden. Die effiziente Transfluid-Technologie kann effektiv mit Beladesystemen, Lagersystemen, Zuführungen für Werkstücke oder dem kompletten Handling – per Roboter oder linear – ergänzt werden.

Komplette Systeme für komplexe Herausforderungen

Anforderungen sind individuell. Um die speziellen Herausforderungen bestens zu erfüllen und optimale Ergebnisse nachhaltig sicherzustellen, werden die Transfluid-Systeme je nach gewünschten Ansprüchen mit Dichtigkeitstest, Markierungseinrichtungen, Nahterkennung, Schweißanlagen und Lötanlagen, optischen Kontrolleinrichtungen und Autofrettage ausgestattet.

Transfluid kann auch komplette Automationssysteme mit Layout-Erstellung sowie den optimalen Materialfluss und die Auslastung der jeweiligen Maschinenkomponenten planen.

Einige effizienzsteigernde Maßnahmen auf einen Blick:

- um Umformgeometrien vollständig zu kontrollieren: optische Mess- und Kontrollsysteme

- inner- oder außerhalb automatischer Abläufe Geometrievermessung gebogener Werkstücke

- Beladung aus Magazinen mit leistungsstarken Vereinzelungen

- Automation über Roboter oder frei programmierbare Handling-Systeme

- Bauteilzuführung (Muttern, Flansche, Schrauben) aus einfachen Kulissenmagazinen oder Rotationsvereinzelern mit Kontrolle der Anwesenheit und der Lage

- Verknüpfung mit Technologie für die Rohrumformung bis zur Übergabe einer vollständigen produktionssicheren Fertigungszelle

- Positionierung und Schweißnahtkontrolle

Rohrbearbeitung in der Diskussion

Zum Ende des Geschäftsjahres blickte Transfluid nicht zurück, sondern einmal mehr in die Zukunft: Zum achten Mal luden die Schmallenberger Maschinenbauer die Branche zu ihren ›Innovation Days‹ ein. Ziel war der vorausschauende Gedankenaustausch über Trends und Perspektiven.

Unter dem Motto ›Einzelstück oder Kleinserie – die Lösung für die Rohrfertigung‹ lieferten spannende Vorträge die Steilvorlage für intensive Diskussionen. In einem Vortrag von Parker konnte sich das angereiste Fachpublikum aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ausführlich über verschiedene Verschraubungssysteme informieren, wie etwa das ›EO 2 Form F3‹ – ein spezielles Umformverfahren, um eine Verschraubungskontur direkt am Rohrende anzuformen. ›Rohrmesssysteme in der Praxis‹ stellten die Experten von Hexagon Romer vor. Hier ging es speziell um das Vermessen von Rohrgeometrien für die Qualitätssicherung oder zum Reproduzieren von Bauteilen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Fokus auf das mobile Erfassen von Rohrverläufen gelegt.

Auch Transfluid selbst steuerte Wissen in der Expertenrunde bei: vom Aufbau einer Rohrfertigung über die Möglichkeiten verschiedener Umformverfahren bis hin zur Frage, worin die Stärken der Software T Control für die Rohrbearbeitung liegen. »Unsere Systeme können nicht nur Rohrgeometrien erfassen, sondern verwalten außerdem die gesamten Produktionsdaten und führen Schnittstellen- und Kollisionsprüfungen automatisch durch. Das erhöht die Prozesssicherheit und die Wirtschaftlichkeit um ein Vielfaches«, erklärte Gerd Nöker, Geschäftsführer von Transfluid. Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung erhielten die Teilnehmer dann unter anderem auch Einblick in die Arbeitsweise des flexiblen Softwaresystems.

Erschienen in Ausgabe: 07/2013