Das kameragestütztes Überwachungssystem von Schuler entdeckt nicht nur Fremdkörper wie Schraubenschlüssel oder Stanzreste: Es prüft auch, ob das Werkzeug korrekt angeschlossen ist und die Platinen richtig eingelegt, umgeformt und entnommen wurden. Risse im Bauteil sieht es genauso wie eine mögliche Beschädigung der Zentrier- und Auswerfstifte. Liegt eine Abweichung vor, stoppt die Presse, um Schlimmeres zu verhindern.

Um dies zu erkennen, müssen die Kameras vor dem Produktionsstart zunächst Referenzbilder des jeweiligen Werkzeugs machen. Die Bediener markieren dabei sensible Bereiche wie die Zentrier- und Auswerfstifte. Die künstliche Intelligenz auf einem separaten Rechner vergleicht dann im Produktionsprozess die aktuellen Fotos mit dem Ursprungszustand des Werkzeugs, und ermöglicht die schnelle Einleitung von Gegenmaßnahmen.

Bei der ersten Einrichtung des Systems bietet Schuler auf Wunsch Unterstützung an. Auch eine Machbarkeitsanalyse mit einem mobilen Bildverarbeitungssystem ist möglich. Durch eine Erweiterung um zusätzliche Kameras kann das zum Patent angemeldete System zum Beispiel auch die Schrottschächte und weitere Bereiche der Maschine überwachen.