Werkzeugmaschinenindustrie startet durch

Im ersten Quartal 2018 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland legten um 39 Prozent zu. Die Auslandsorders wuchsen um 15 Prozent.

29. Mai 2018
Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW (Bild: VDW)
Bild 1: Werkzeugmaschinenindustrie startet durch (Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW (Bild: VDW))

„Unsere Branche ist 2018 sehr dynamisch unterwegs“,  sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW. „Damit setzt sich die herausragende Entwicklung des vergangenen Jahres nahtlos fort. Die Inlandsbestellungen bleiben das Zugpferd. Sie wachsen mehr als doppelt so stark wie die Auslandsnachfrage“, so Schäfer weiter. Zerspanung und Umformung trugen gleichermaßen zum Bestellwachstum des ersten Quartals bei. Die Kapazitäten waren zu 93,4 Prozent ausgelastet.

Produktion soll 2018 nochmals steigen

Die Hochkonjunktur in nahezu allen Anwenderindustrien weltweit hatten Produktion und Auftragseingang bereits im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch getrieben. Mit einem Plus von sieben Prozent hatte die Produktion 2017 die 16-Milliarden-Euro-Marke überschritten. „Wir sehen auch für 2018 Potenzial für einen höheren Produktionszuwachs als im Februar erwartet und steigern unsere Produktionsprognose von fünf auf sieben Prozent Zuwachs“, erläutert Schäfer vom VDW.

Die Branche geht davon aus, dass die Weltwirtschaft ein gutes Umfeld für die Investitionen der Industrie bietet. Der Nachfrageaufschwung steht auf einem breiten Fundament. Hohe Kapazitätsauslastung erfordert Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen. „Wenn Engpässe in der Fertigung, beim Personal und bei den Zulieferungen nicht allzu gravierend werden, sollte dieses ehrgeizige Ziel gut zu schaffen sein“, ergänzt Schäfer.