Werkzeug & Modell & Form & Du

Werkzeug-, Modell- und Formenbauer haben im Frühjahr 2019 einen Pflichttermin in Stuttgart: Die Branche trifft sich vom 21. bis 24. Mai auf der Moulding Expo, der internationale Fachmesse Werkzeug-, Modell- und Formenbau.

10. April 2019
Werkzeug & Modell & Form & Du
Auf der Suche nach neuen Partnern für langfristige Kooperationen: Dr. Aleš Hančič, Geschäftsführer des Entwicklungszentrums für den slowenischen Werkzeug- und Formenbau Tecos. Rund 35 Prozent aller slowenischen Werkzeug-, Modell- und Formenbau-Unternehmen sind unter dem Dach von Tecos organisiert. (Bild: Messe Stuttgart)

Mitten in der stärksten Industrieregion Europas werden in diesem Jahr rund 700 Aussteller erwartet. Schon jetzt ist der Anteil der internationalen Aussteller im Vergleich zur Vorveranstaltung um fünf Prozentpunkte auf einen neuen Höchstwert von 36 Prozent gestiegen. Die meisten internationalen Aussteller kommen aus Portugal, Italien und der Türkei.

Austausch mit Kollegen aus aller Welt

Die Messe – entstanden in einer Kooperation mit den vier deutschen Partner-Verbänden BVMF, VDMA, VDW und VDWF – wurde von der Branche für die Branche gestaltet. »Mittlerweile hat sich die Moulding Expo zu einer der wichtigsten Wirtschaftsplattformen des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus und seiner Zulieferer entwickelt«, sagt Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Landesmesse Stuttgart. »Die Moulding Expo ist der Marktplatz für den Austausch der Akteure innerhalb der Branche.« Insbesondere die Bandbreite und die Qualität der Aussteller seien für den internationalen Erfolg der Fachmesse verantwortlich. Kaum eine Messe biete einen vergleichbar hohen Anteil an Werkzeug-, Modell- und Formenbauern.

»Eine erfolgreiche Fachmesse wie die Moulding Expo bringt die richtigen Menschen zusammen, damit sie gemeinsam reden, nachdenken und schließlich neue Ideen oder Projekte entwickeln«, so Ulrich Kromer von Baerle. Der Mehrwert des Events ist durch das umfangreiche Rahmenprogramm mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Sonderschauen hoch.

Nicht zuletzt deswegen ist die Moulding Expo auch im Ausland kein Geheimtipp mehr. »Für die slowenischen Werkzeugbauer ist die Messe die wichtigste Veranstaltung der Branche«, sagt Dr. Ales Hancic aus Celje. Er ist Geschäftsführer von Tecos, dem Entwicklungszentrum für den Slowenischen Werkzeug- und Formenbau. Selbstverständlich seien auch slowenische Unternehmen als Aussteller in Stuttgart dabei, etwa am Gemeinschaftsstand von Spirit Slovenia mit sieben beteiligten Firmen. »Wer nicht ausstellt, kommt als Besucher auf die Messe«, sagt Hancic.

Die Slowenen suchen neue Kunden oder Partner für langfristige Kooperationen. »Die Betriebe in Europa wachsen zusammen. Einige der deutschen Werkzeugmacher lassen Werkstücke in Slowenien herstellen, manchmal ganze Formen.« Werkzeugmacher seien in den vergangenen Jahren kommunikativer geworden. »Wir reden mehr miteinander, auch über die nationalen Grenzen hinweg. Dafür ist die Moulding Expo der perfekte Ort.« Hancic ist überzeugt: »Nur wenn sich die europäischen Werkzeugmacher über Fertigungsverfahren und über ihre Erfahrungen beim Adaptieren neuer Technologien oder am Markt austauschen, schaffen sie es gegen Billiglohnländer zu bestehen.«

Ohne valide Werkzeuge, keine erfolgreiche Volkswirtschaft

Bob Williamson, Präsident des Werkzeugmacher-Weltverbands ISTMA, unterstreicht die Relevanz der Moulding Expo als internationalem Treffpunkt: »Nicht nur die deutschen Werkzeug-, Modell- und Formenbauer treffen sich hier in Stuttgart, sondern Unternehmer aus der ganzen Welt. Wenn man in der Branche erfolgreich sein möchte, muss man kommunizieren – auch mit möglichen Mitbewerbern im Markt.«

Messen wie die Moulding Expo verdeutlichen der Industrie den Stellenwert des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus. »Es gibt keine Produktion ohne unsere Branche. Weit über 60 Prozent der möglichen Kosteneffizienz, egal von welchem Produkt, ist direkt abhängig von Werkzeuge und Formen für den Herstellungsprozess«, sagt der südafrikanische Maschinenbau-Ingenieur und Unternehmer. Valide Produktionsmittel seien die lebenswichtige Grundlage für die industrielle Produktion in jeder Volkswirtschaft.