Werkstoffverbund aus Stahl

Die Blechexpo ist die Bühne für ein neues Werkstoffkonzept von Thyssenkrupp Steel Europe: Mit dem für die Warmumformung entwickelten Werkstoffverbund Tribond, steht den Kunden aus der Fahrzeugindustrie nun eine innovative Lösung zur Verfügung. Der aus drei Schichten aufgebaute Werkstoff besteht aus einer Kombination aus höchstfestem Stahl in der Mitte und duktilem außen. So können Eigenschaftsprofile realisiert werden, die mit homogenen Werkstoffen nicht erreichbar sind: hohe Duktilität und maximale Festigkeit in einem.

27. Oktober 2015
Der Hybridwerkstoff Tribond bietet neue Perspektiven, unter anderem für B-Säulen. Der aus unterschiedlichen Stahlgüten aufgebaute Verbundwerkstoff ermöglicht es, unterschiedliche, teils konträre Werkstoffeigenschaften in einem Produkt zu vereinen. (Bild: Thyssenkrupp Steel Europe)
Bild 1: Werkstoffverbund aus Stahl (Der Hybridwerkstoff Tribond bietet neue Perspektiven, unter anderem für B-Säulen. Der aus unterschiedlichen Stahlgüten aufgebaute Verbundwerkstoff ermöglicht es, unterschiedliche, teils konträre Werkstoffeigenschaften in einem Produkt zu vereinen. (Bild: Thyssenkrupp Steel Europe))

Tribond ist für Strukturbauteile im Auto geeignet, die hohe Anforderungen an Festigkeit sowie Biegefähigkeit erfüllen müssen. Das gilt zum Beispiel für Längsträgermaterialien oder B-Säulen. Mit Tribond wird ein Plus an Sicherheit im Fahrzeug bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Gewichtsreduktion durch das hohe Leichtbaupotenzial erreicht. Thyssenkrupp ist der einzige Automobilzulieferer, der maßgeschneiderte, warm umgeformte Werkstoffverbunde aus Stahl anbieten kann.

Bau, Haushalt, Energie

Für die Haushaltsgeräteindustrie stellt TKSE unter anderem eine Neuheit aus der Pladur-Produktfamilie organisch beschichteter Feinbleche vor: Pladur Thermosafe sorgt für einen sichereren Umgang mit warmen Oberflächen bei Trocknern oder Geschirrspülern, indem die Wärmeleitfähigkeit des Stahls abgesenkt wird, so dass Kontaktverbrennungen vermieden werden. Eine weitere Entwicklung aus dem Pladur-Segment bedient die Bauindustrie: Als Ergebnis einer Partnerschaft mit dem Metallumformspezialisten Fielitz GmbH ist es jetzt möglich, frei programmierbare 3D-Geometrien auf bandbeschichtete Oberflächen aufzubringen und zur ästhetischen Fassadengestaltung zu nutzen.

Die Elektromobilität kann von einer Weiterentwicklung von nichtkornorientiertem Elektroband profitieren: Powercore ist für Elektromotoren geeignet und zeichnet sich durch geringe Verluste bei gleichzeitig hohen mechanischen Eigenschaften aus.