Weltwirtschaftliches Umfeld günstig wie selten

Zusätzliche Impulse für internationale Werkzeugmaschinennachfrage

21. August 2007

Die Welt ist der Markt für die EMO-Aussteller. „Aussteller berichten, dass sie auf einer EMO Anfragen aus über 60 Ländern bekommen“, berichtet Helmut von Monschaw, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) anlässlich des internationalen EMO-Presseforums bei Audi in Neckarsulm. Der Geschäftserfolg auf der Messe und das Messenachgeschäft hängen demnach in erster Linie von der internationalen Werkzeugmaschinennachfrage ab. Und diese brummt zur Zeit. 2006 befand sich die Produktion bereits im dritten Aufschwungjahr mit einem Zuwachs von 10 Prozent auf 47,3 Mrd. Euro. Nichts deutet derzeit auf einen Rückschritt hin. Vielmehr sorgen das hohe Bestellniveau, die wachsenden Ausrüstungsinvestitionen weltweit und die daraus resultierende dynamische Weltwerkzeugmaschinennachfrage für weiteres Wachstum. Entsprechend haben die Experten ihre Erwartung auf 8 Prozent hochgeschraubt. Zu Beginn des Jahres wurde noch von 5 Prozent Wachstum ausgegangen. „Jedoch wird es Strukturveränderungen in der Nachfrage geben“, prognostiziert von Monschaw. Die asiatische Nachfrage werde im Laufe des Jahres nach dem stürmischen Wachstum der Vergangenheit an Schwung verlieren. Für Japan, Korea und Taiwan wird eine unterproportionale Entwicklung erwartet; Indien hingegen wird nochmals zulegen und voraussichtlich das Marktvolumen von Taiwan erreichen. An Stelle der asiatischen Zugpferde treten mit leicht überproportionalem Zuwachs die EU-15 und die Schweiz. Bereits 2006 stieg der europäische Auftragseingang deutlich stärker als der asiatische, um 16 Prozent. Hinzu kommt, dass die Europäer für ihre eigene Marktversorgung Werkzeugmaschinen in großem Umfang importieren. Daher bietet sich hier großes Potenzial für erfolgreiche Geschäfte.