Weltweit erster blauer CW-Diodenlaser

Mit den Hochleistungsdiodenlasern LDM blue hat Laserline die weltweit ersten blauen Diodenlaser mit einer CW-Ausgangsleistung von einem Kilowatt bei 450 Nanometern Wellenlänge entwickelt. Die neuen Laser ermöglichen ein kontrolliertes Wärmeleitschweißen von Buntmetallen.

14. März 2019
Weltweit erster blauer CW-Diodenlaser
Kupferschweißen mit dem blauen CW-Diodenlaser (Bild: Laserline)

Mit den Hochleistungslasern der LDM-blue-Serie sind die weltweit ersten blauen CW-Diodenlaser mit bis zu einem Kilowatt Ausgangsleistung verfügbar. Die Laser agieren mit einer Lichtwellenlänge von 450 Newtonmetern und ermöglichen ein kontrolliertes Wärmeleitschweißen von hochreflexiven Buntmetallen wie Kupfer oder Gold. Damit sind sie speziell für das Fügen dünner Kupferkontaktierungen, wie sie etwa in der Batterietechnik für Elektrofahrzeuge eingesetzt werden, geeignet.

Beschichtungsverfahren mit Buntmetall

Feinabgestufte Leistungsregulierungen im Millisekundentakt sowie ruhige Schmelzbäder stellen glatte Nahtbereiche mit hervorragender elektrischer Leitfähigkeit sicher und machen die Lasersysteme für buntmetallbasierende Beschichtungsverfahren interessant. Die neue Laserserie wurde von Laserline in Zusammenarbeit mit Osram und anderen Projektpartnern im Rahmen der Effilas-Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt.

Ab Werk sind die LDM-blue-Diodenlaser in drei Standardkonfigurationen mit 1.000, 500 und 300 Watt Ausgangsleistung bei Strahlqualitäten von 100 oder 60 mm·mrad erhältlich. Dank der kompakten Bauart für den 19-Zoll-Einschub lassen sich die LDM-blue-Laser einfach und platzsparend in die gängigen Produktionsanlagen integrieren.

Weniger Energie zum Aufschmelzen nötig

Unter Einsatz klassischer Infrarotlaser war das Fügen dünner Buntmetallbauteile bisher nur als modifizierter Tiefschweißprozess mit Materialverstärkung im Nahtbereich möglich. Grund war die starke Reflexion im Infrarotspektrum, die zu hohen Energieeinträgen zwang. Licht im blauen Spektrum hingegen wird von Buntmetallen bis zu 20-mal so stark absorbiert wie Infrarotstrahlung. Dadurch ist verglichen mit herkömmlichen Infrarotlasern weitaus weniger Energie zum Aufschmelzen der Werkstückoberfläche nötig.