Wasserstrahlschneider

Schneller als Drahterodieren? Keine wasserstrahschneidtypischen Winkelfehler? All dies verspricht Flow Europe seinen Kunden. Die Weltmarktführer sind mit der „WMC2“ in den Highspeed-Bereich vorgedrungen.

14. Juli 2005

Flow, Weltmarktführer im Bereich Ultrahochdruck-Technologie und Wasserstrahl-Schneidtechnologie, setzt konsequent auf Neu- und Weiterentwicklungen und konnte so seine Marktposition weiter ausbauen. Vor knapp einem Jahr brachte Flow die „WMC2“ - Wasserstrahl-Bearbeitungszentrum -, eine Weiterentwicklung der erfolgreichen WMC, auf den Markt. Ergänzt um wesentliche Kundenvorteile, präsentiert sich die WMC2 nicht nur in einem veränderten Design, sondern auch mit einer vollmodularen Konstruktion. Die WMC2, entwickelt von einem weltweiten Team aus Mitarbeitern und Kunden von Flow, eignet sich gleichermaßen perfekt für Hochleistungsschneidarbeiten wie für geringere Produktionszahlen und die sehr unterschiedlichen Aufgabenstellungen, die man gewöhnlich in den kleineren Werkstätten vorfindet. Dank seines flexiblen und vollmodularen Designs paßt sich dieses Wasserstrahl-Bearbeitungszentrum an die unterschiedlichsten Kundenbedürfnisse an, die heute und morgen gefordert sind.

Höhere Produktivität

Im wachsenden Europa wird den heutigen Schneidesystemen eine hohe Flexibilität abverlangt. Um den berechtigten Kundenwünschen auch in der Zukunft gerecht zu werden und eine hohe Produktivität zu gewährleisten, wurde die WMC2 entwickelt. Mit der neuen Elektronik und Software bietet dieses Wasserstrahl-Bearbeitungszentrum eine höhere Schnittgeschwindigkeit und damit kürzere Arbeitszyklen. Die WMC2 ist wesentlich flexibler, vielseitiger und leichter in der Anwendung, verglichen mit anderen Schneideverfahren, beispielsweise Lasern oder Stanzen. Auch gegenüber konventionellen Wasserstrahlsystemen bietet das Wasserstrahl-Bearbeitungszentrum WMC2 dem Kunden eine wesentlich höhere Produktivität. Darüber hinaus profitiert der Anwender davon, dass die Maschine aufgrund der durchdachten Konstruktion und modernster Fertigungsmethoden einfach und schnell zu warten ist. Mit der WMC2 gewährleistet der Ultrahochdruck-Wasserstrahl-Spezialist Flow, daß der hohe Wirkungsgrad des Vorgängermodells weiter verbessert werden konnte. „Mit der WMC2 haben wir eine Maschine entwickelt, die den Innovationscharakter unseres Unternehmens für die Zukunft sichert und unterstützt“, erklärt Andreas Meyer, Leiter Produktentwicklung X/Y-Systeme der Flow Europe GmbH. „Das Vorgängermodell WMC war eine erfolgreiche, äußert fortschrittliche und einfach zu bedienende Wasserstrahlmaschine. Daher freuen wir uns, daß wir in relativ kurzer Zeit gemeinsam mit unseren Kunden diese neue Maschinengeneration entwickeln konnten. Die WMC2 bietet eine verlässliche Produktivität auf höchstem Niveau.“ Die WMC2 ist in verschiedenen Größen und Leistungsbereichen erhältlich und ist damit für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete geeignet. Sie bietet eine Vielzahl von Ausstattungs- und Konfigurationsmöglichkeiten, wie beispielsweise die Ausstattung mit der „Dynamic-Waterjet“-Technologie für hochpräzise Schneidaufgaben oder die Bestückung mit bis zu vier Abrasivstrahl-Schneidköpfen. Sollen weiche Werkstoffe wie Dichtungen, Gummi oder Isoliermaterialien geschnitten werden, kann die WMC2 mit bis zu acht Reinwasser-Schneidköpfen ausgestattet werden. Zum Einbringen von Löchern in spröde Materialien, wie Stein, Glas oder Verbundwerkstoffe, steht die patentierte Anbohrhilfe „UltraPierce“ zur Verfügung, um das fehlerfreie Anbohren zu gewährleisten. Höhensensor mit Kollisionsschutz, Laserpointer, Klemm- und Spannvorrichtungen runden das Angebot ab. Eilganggeschwindigkeiten bis 35 m/min und Konturgeschwindigkeiten bis maximal 25 m/min ermöglichen mit der WMC2 sehr schnelle Zykluszeiten. Neben dem Abrasivstrahlschneiden ist somit auch das hochproduktive Schneiden von weichen Werkstoffen mit dem reinen Wasserstrahl möglich.

Abgestimmte Steuerung

Dem Trend PC-basierter Steuerungen mit voller CNC-Funktionalität folgend hat Flow die Sinumerik 840Di als alternative Steuerung zu der bekannten „FlowMaster“-Steuerung in die modulare WMC2-Baureihe integriert. Volle Durchgängigkeit der Schnittstellen zu den Antrieben zeichnet die Lösung aus. Die CNC-Steuerung kommt immer dort zum Einsatz, wo der Anwender aufgrund seiner Erfahrung eine CNC-Steuerung wünscht, oder die Steuerung andere komplexe Aufgaben im Rahmen einer Integration des Schneidesystems in eine Produktionslinie übernehmen muß. Selbstverständlich ist die Technologie in der Steuerung auf die Hochdruckpumpen von Flow abgestimmt und unterstützt alle angebotenen Optionen optimal. „Mit der WMC2 haben wir das schnellste und flexibelste Wasserstrahlsystem entwickelt, das derzeit auf dem Markt angeboten wird“, so Jochen Trautmann, Geschäftsführer der Flow Europe GmbH. „Als Primus unserer Branche haben wir gegenüber unseren Kunden die Verantwortung und Verpflichtung Anlagen zu entwickeln, die auch zukünftig die Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit unserer Anwender stärken. Ein hoher Grad an Zuverlässigkeit und leichter Bedienung und eine kostensparende Schneidetechnik sind weitere Erfolgsbausteine der neuen Flow WMC2.“

Keine Winkelfehler

Bei hohen Trenngeschwindigkeiten erzeugen konventionelle Wasserstrahlanlagen einen deutlichen Winkelfehler an der Schnittkante, auch als Konizität bekannt. Dieser nicht erwünschte Nebeneffekt entsteht durch eine Verringerung der Strahlintensität während des Schneideprozesses. Führende Wissenschaftler der Flow-Gruppe entwickelten daher ein ausgeklügeltes Verfahren, um die Winkelgenauigkeit zu erhöhen - das System „Dynamic Waterjet“. Ausgestattet mit einer aktiven Toleranzkontrolle wird bei diesem System der Schneidekopf dreidimensional bewegt. Die intelligente Software-Plattform „Flow-Master“ kennt den Neigungswinkel, die optimale Schnittgeschwindigkeit sowie die notwendige Drehbewegung für alle Punkte entlang des Schnittweges. Als offenes System erlaubt die FlowMaster-Software die Verwendung von CAD-Dateien oder die direkte Erstellung und Ausgabe von Zeichnungen. Herstellkosten können bis zu 50 Prozent sinken.

Sanft und mit mehr Speed

Dynamic Waterjet fährt sanft und übergangslos die Konturen ab, wobei der Neigungswinkel ständig, den Anforderungen entsprechend, verändert wird. Das Resultat ist in jeder Hinsicht überzeugend. Durch das Schrägstellen des Schneidekopfes kann mit einem wesentlich höheren Vorschub geschnitten werden. Selbst bei dicken Materialien werden unter entsprechenden Bedingungen Toleranzen im hundertstel Millimeterbereich erreicht. Im direkten Vergleich mit Drahterosion überzeugt die Flow Technik, je nach Teilegeometrie und Material, mit bis zu 50 Prozent geringeren Herstellkosten. Die Schnittgeschwindigkeit kann mit Dynamic Waterjet wesentlich höher sein. Die Schnittkante unterliegt keiner thermischen Beeinflussung, denn durch den kalten Schnitt entstehen keine Materialaufhärtungen oder Materialaufschmelzungen. Da beim Wasserstrahlschneiden Radien und Konturen flexibel und einfach ausgeschnitten werden können, hat das schnellere System Dynamic Waterjet auch gegenüber dem Fräsverfahren wesentliche Vorteile.

Schneller und besser

Im Vergleich mit herkömmlichen Wasserstrahl-Anlagen, werden mit Dynamic Waterjet bessere Teilequalitäten und höhere Geschwindigkeiten erzielt, so das Unternehmen. Für den Kunden bedeutet dies nicht nur hohe Kosteneinsparungen, sondern auch eine erheblich höhere Fertigungsqualität. In Verbindung mit den Modellen WMC2 oder IFB stehen dem Anwender alle Vorteile für eine Massenproduktion, für High-Speed-Schneideaufgaben oder auch die Fertigung kleiner Produktionsmengen, hohes Qualitätsniveau inbegriffen, zur Verfügung.

Jochen TrautmannAndreas Meyer

FaktenDie Wasserstrahlprofis

Die Flow Europe GmbH ist eine 100%ige Tochter der Flow International Corp, USA, und die europäische Zentrale für alle Produkte rund um die Wasserstrahl-Schneidtechnologie mittels Ultrahochdruck. Flow ist weltweit führend in Entwicklung, Bau und Vertrieb von kompletten Wasser- und Abrasivstrahl-Schneideanlagen für die Bearbeitung unterschiedlichster Werkstoffe.

Erschienen in Ausgabe: 06/2005