Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass

Ceratizit zur Notwendigkeit von Kühlschmierstoffen in der spanabhebenden Bearbeitung

31. August 2007

Nass oder trocken? Diese Frage stellt sich bei Zerspanungsprozessen immer wieder. Trockenbearbeitung ist wünschenswert, lässt sich aber nicht bei jedem Werkstückmaterial anwenden. Es bleibt die Nassbearbeitung, bei der mit Emulsionen und/oder Öl gekühlt und geschmiert wird. Das Problem: Kühlschmiermittel führen bei hohen Temperaturen zu chemischen Reaktionen. Auch die Entsorgung der verschmutzten Späne und Flüssigkeiten bereitet zusätzlichen Aufwand. Ceratizit bietet daher seit Jahren Lösungen, um die Kühlmittelmenge zu reduzieren oder sogar vollkommen trocken zu arbeiten. Vor etwa zwanzig Jahren begann die deutliche Reduzierung der Kühlmittelmengen in der Aluminiumzerspanung. Ausschlaggebend war die Luft- und Raumfahrtindustrie, die erstmals Minimalmengenschmierung anwendete. Dabei wurde das Luft-Flüssigkeitsgemisch, auch Aerosol genannt, in Richtung der Schneide gesprüht. Das viel versprechende Ergebnis waren fast trockene Späne, ein extrem geringer Kühlmittelverbrauch und eine bei hohen Schnittgeschwindigkeiten auf einem akzeptablen Level gehaltene Standzeit. Ceratizit ist einer der Hauptlieferanten für HSC-Werkzeuge in der Luft- und Raumfahrt. Bei der Entwicklung dieser Werkzeuge ging es hauptsächlich um die Bearbeitung von Integralbauteilen aus hochfesten Aluminiumlegierungen unter Anwendung der Minimalmengenschmierung. Das Ergebnis: Die Werkzeuge lassen sich bei der Nassbearbeitung, der Minimalmengenschmierung und in der Trockenbearbeitung anwenden. Die Ceratizit Werkzeugsysteme HSC/HPC19 und HSC11 gelten derzeit als Benchmark für das Hochgeschwindigkeits- und Hochleistungsfräsen.