Warmumformung von Aluminium

AP&T hat eine Produktionsanlage für die Warmumformung von Aluminium mit dem neuen HFQ-Verfahren ausgeliefert. Diese Technik ermöglicht die Herstellung von Bauteilen mit geringem Gewicht und hoher Zugfestigkeit in komplexen Formen und hoher Formstabilität in einem einzigen Ablauf. Auftraggeber ist Cipco, eine Tochtergesellschaft der Impression Technologies in Großbritannien.

24. März 2016

Das neue HFQ-Verfahren wurde an den beiden britischen Universitäten Imperial College in London und University of Birmingham entwickelt. Gegenwärtig wird es im Rahmen des EU-Projekts FP7 Locolite an Industriebedingungen angepasst.

Im Projekt kooperiert AP&T mit einer Reihe kompetenter Köpfe aus akademischen Kreisen und der Industrie bei der Erarbeitung von Lösungen, die es Autobauern ermöglichen, das Gewicht, den Energieverbrauch und die Umweltauswirkungen der Fahrzeuge zu verringern. Die ersten Prototypen wurden bereits im Rahmen von Locolite vorgestellt. Für Anfang 2016 sind die erste Installation und der erste Testbetrieb einer vollständigen Produktionsanlage geplant.

„Mit dem neuen Prozess können wir dank größerer Ziehtiefe, engeren Biegeradien und der fast völligen Abschaffung der Rückfederung hochfeste Aluminiumlegierungen für komplexe Konstruktionen herstellen. Das sind große Vorteile im Vergleich zu den herkömmlichen Pressverfahren. Die Produkteigenschaften sind für die Automobilindustrie sehr interessant“, erklärt Dr. Christian Koroschetz, Leiter der Technologieentwicklung bei AP&T.

 

Herstellung leichter Bauteile

Die neue Produktionsanlage wird von Cipco zur Herstellung leichter Bauteile für mehrere britische Autobauer, aber auch für die weitere Entwicklung von HFQ eingesetzt. Die Produktion wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2016 beginnen.

„In kürzester Zeit haben wir eine vielversprechende Technik von der Idee zu einer funktionierenden Produktionslösung entwickelt. Die Zusammenarbeit mit ITL im Bereich HFQ begann 2012. Im Jahr danach wurde Locolite ins Leben gerufen und jetzt liefern wir schon unsere erste Produktionsanlage“, so Peter Karlsson von AP&T. „Wir sind sehr zufrieden, sowohl mit der Kooperation mit AP&T als auch der Lieferung dieser Ausrüstung für unser HFQ-Anlage“, bestätigt George Adam, Geschäftsführer von ITL.