Wachstum durch Standortwechsel

Technik/Biegen und Trennen

Von Frankfurt nach München verlegt Prima Power seinen deutschen Standort. Mit dem neuen Tech Center in Neufahrn bei München rückt der Hersteller von Laser- und Blechbearbeitungsmaschinen noch näher an seine Kunden.

02. Oktober 2018
© Prima Power
Bild 1: Wachstum durch Standortwechsel (© Prima Power)

Prima Power wächst: Ende Juni eröffnete der Konzern sein neues Tech Center in Neufahrn bei München. Der neue Standort im Herzen des D-A-CH-Gebietes ist mit Blick auf die Metall verarbeitende Industrie zentraler gelegen. Damit kann Prima Power den gesamten deutschsprachigen Markt besser bedienen und ist näher an den Regionen, in denen seine Maschinen bereits im Einsatz sind und in denen der Konzern das größte Wachstumspotenzial sieht.

Paolo Musante, Geschäftsführer von Prima Power, erklärt: »Das neue Tech Center dient als Kompetenzzentrum. Von diesem Standort aus können wir unseren Kunden einen idealen Support bieten, insbesondere in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.«

Als internationale Drehscheibe mit guter Anbindung an viele europäische Länder ist München hervorragend an das europäische Bahn- und Autobahnnetz angebunden und verfügt über den zweitgrößten Flughafen Deutschlands. »Das ist für uns als global agierendes Unternehmen sehr wichtig, zumal wir jetzt auch für unsere Kunden aus anderen europäischen Ländern relativ schnell und einfach erreichbar sind«, so Paolo Musante.

Prima Power in Neufahrn beschäftigt 55 Mitarbeiter (davon 35 in der Kundenbetreuung) auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern. Rund die Hälfte der Fläche wird von dem neuen Vorführzentrum belegt, in dem zahlreiche Gäste die neuesten Technologien und Maschinen bestaunen können. Neben Büros stehen zwei Konferenzräume mit direktem Blick auf das Vorführzentrum zur Verfügung. Sie sind hauptsächlich für Veranstaltungen, Kundenbesuche, Meetings und Konferenzen, Seminare, aber auch für die Schulung von Prima-Power-Technikern und Mitarbeitern bestimmt.

Entsprechend der Wachstumsstrategie von Prima Power soll die neue Tochtergesellschaft bis 2020 ein Team von 70 Mitarbeitern umfassen. Neben Vertrieb und Service sollen vor allem in den Bereichen Anwendung und Schulung weitere Mitarbeiter beschäftigt werden.

Die Prima Power GmbH ist Teil der Prima Industrie, eines Konzerns mit weltweit mehr als 1.700 Mitarbeitern und 450 Millionen Euro Umsatz, davon 23 Millionen Euro (fünf Prozent) im D-A-CH-Bereich. »Dieses Jahr ist das Umsatzziel im D-A-CH-Gebiet 32 Millionen Euro, bis 2020 40 Millionen Euro und bis 2023 50 Millionen Euro«, betont Musante. Der Konzern feierte 2017 sein 40-jähriges Bestehen und ein Rekordjahr mit einer Umsatzsteigerung von 14 Prozent, +18 Prozent beim Auftragseingang und +83 Prozent beim Reingewinn.

Die Gesamtinvestition für den neuen Standort von Prima Power beläuft sich auf vier Millionen Euro. Die D-A-CH-Region ist strategisch wichtig für den Konzern, da sie mit fünf Prozent realisierten Umsatzerlösen am Markt und mit rund 1.000 installierten Maschinen einer der wichtigsten Märkte in Europa repräsentiert. Die Eröffnung des neuen Standortes in München ist Teil eines größeren Investitionsplans, um die Präsenz in den strategischen Märkten zu erhöhen und das Angebot an Technologiezentren zu erweitern.

Zur Eröffnungsveranstaltung hat Prima Power seinen Gästen die Leistungsfähigkeit des Technologiezentrums demonstriert und zu den wichtigsten Trends der Blechbearbeitung wie 3D-Faserlaserschneiden und Industrie 4.0 Vorträge gehalten. Theorie und Praxis wurden dabei kombiniert, um einen breiten Überblick zu geben.

Im Technologiezentrum wurden die neuesten Entwicklungen des Produktportfolios gezeigt: der laut Prima Power schnellste 3D-Faserschneider auf dem Markt, ›Laser Next 1530‹, die leistungsstarke 2D-Faserlasermaschine ›Laser Genius 1530‹, das kombinierte Stanz- und Faserlasersystem ›Combi Genius 1530‹ mit Servoelektrik, die servoelektrische Biegezelle ›BCE Smart‹ und die schnelle, präzise und effiziente Abkantpresse ›EP-1030‹. Alle Produkte sind für die digitale, vernetzte und datengesteuerte Fertigung ausgelegt.

Paolo Musante fasst zusammen: »Die Eröffnung des neuen Technologiezentrums in München ist ein wichtiger Schritt, um das weitere Wachstum von Prima Power im D-A-CH-Markt, wo wir ein starkes Wachstumspotenzial in allen Industriemärkten sehen, zu beschleunigen. Wir werden noch stärker in Service und Support werden.« Mit diesem neuen Standort kann Prima Power sowohl Bestands- als auch neuen Kunden in der Region eine effizientere Unterstützung bieten.

Additive Manufacturing

Gianfranco Carbonato, Executive Chairman der Muttergesellschaft Prima Industrie, hat zur Eröffnungsfeier noch eine weitere Ankündigung: »Ende des Jahres bringen wir die erste Maschine für Additive Manufacturing auf den Markt.« Ziel in diesem boomenden Marktumfeld sei, so Carbonato, ein Stück vom Kuchen zu bekommen. »Da wir viel Erfahrung in der Herstellung von Lasern für unsere Blechbearbeitungsmaschinen haben, ist der Schritt naheliegend«, fügt Carbonato hinzu.

Euroblech Halle 12, Stand B130

Erschienen in Ausgabe: 06/2018