Von innen sicher zugepackt

Technik | Spannen

Der dynamische Mehrebenen-Innenspanner von WPR spannt Rohre aus Metall, Keramik, Glas oder Kunststoff ab einem Innendurchmesser von zwölf Millimeter.

26. November 2013

Der Mehrebenen-Innenspanner von WPR erweist sich in Produktion und Werkstatt als flexibel und einfach handzuhaben. Insbesondere bei der Bearbeitung von Rohren erweist sich das Spannsystem immer wieder als geeignete Lösung. Dabei ist es völlig gleichgültig, aus welchem Werkstoff das Rohr besteht; sobald es mechanisch bearbeitet werden muss oder Schweiß- und Montagearbeiten daran auszuführen sind, punktet der Innenspanner mit Präzision und Sicherheit.

Manuell oder vollautomatisch

Einzige Voraussetzung für seine Anwendung ist, dass das zu bearbeitende Rohr einen Innendurchmesser von mindestens 12 mm aufweist. Ist das der Fall, lässt sich der Innenspanner einfach und schnell in das Rohr einführen, wo die Spannelemente seiner schwimmend geführten Spannebenen zupacken. So wird das Rohr von innen mit einer Spannkraft bis 10 kN fixiert.

Der Mehrebenen-Innenspanner von WPR lässt sich manuell oder vollautomatisch bedienen. Der Anwender kann ihn oben oder unten anschlagen und – je nach Modellvariante – manuell, elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch betreiben. Der Innenspanner zentriert sich selbst und bietet beim Werkstückwechsel eine Wiederholgenauigkeit von ±0,05 mm.

Solist mit ausgleichender Wirkung

Der WPR-Innenspanner erlaubt die vibrationsfreie Rundumbearbeitung des Rohres. Der Einsatz zusätzlicher, unterstützender Spannzeuge ist überflüssig, und fertigungsbedingte Toleranzen haben keinerlei Relevanz, da sie der Innenspanner durch seine schwimmend gelagerten Spannebenen selbst ausgleicht. Bei Schweißarbeiten vermag er dank seines großen Expansionsbereichs den thermisch bedingten Verzug des Rohres zu kompensieren.

Das Rohr bleibt also sicher gespannt und lässt sich problemlos wieder entnehmen.

Auf der Grundlage einiger weniger Basismodelle realisiert Hersteller WPR nahezu jeden Innenspanner als kunden- und anwendungsorientierte Sonderlösung. Dabei richten sich die Anzahl der Spannebenen (ab zwei) und die Form der Spannelemente (Einpunkt-, Linien- oder Vielpunkt-Kontakt) allein nach dem Anwendungsfall. Das Gleiche gilt für die Position des Anschlagpunktes, die Höhe und den Durchmesser des Mehrebenen-Innenspanners. In der Variante mit zwei Sechs-Kugel-Spannebenen findet er sogar in konischen Rohren einen sicheren Kraftschluss.

Ein System statt vieler Teile

Für Rohre mit wechselnden Innendurchmessern liefert WPR Innenspanner-Varianten mit unterschiedlich dimensionierten Spannebenen. Für die präzise Bearbeitung langer Rohre lassen sich auch mehrere Ebenen kombinieren.

Nicht zuletzt ist dieses dynamische Spannsystem von WPR aufgrund seiner hohen Flexibilität immer auch eine Alternative zu herkömmlichen Spannmitteln mit losen Einzelteilen oder statischen Komponenten.

Der Mehrebenen-Innenspanner von WPR eignet sich sowohl für Stahl- und Metallrohre als auch für Rohre aus Keramik, Glas und Kunststoff.

Erschienen in Ausgabe: 07/2013