Ob eckig oder geschwungen, Großserien oder Einzelteile, vom einfachen Blechzuschnitt bis zum kompletten Gehäuse – Gewa gehört zu den führenden Lohnfertigern in der österreichischen Metallbranche. Am Standort Ried im Traunkreis produzieren die Blechexperten auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern vor allem für Anwender aus der Elektronikbranche sowie dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Um die hohen Qualitätsansprüche der Branchen zu erfüllen, investiert das Unternehmen regelmäßig in neue Produktionsanlagen.

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Zusammenarbeit für optimale Ergebnisse

Zum Entgraten, Kantenverrunden und Oberflächenfinish der Blechteile verwendet Gewa eine Weber-Metallschleifmaschine aus der NLC-Baureihe. „Dank der Nassschleiftechnik der Maschine können wir einfach und sicher Stahl, Edelstahl und Aluminium auf derselben Anlage bearbeiten. Auch ölige Teile sind kein Problem“, so Walter Zwicklhuber, Geschäftsführer von Gewa.

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„Für hohe Standzeiten und gute Ergebnisse sind gerade bei der Nassbearbeitung hochwertige Werkzeuge das A und O. Boeck ist ein kompetenter Partner über die gesamte Prozesskette. Dabei geht die Beratung weit über die Auswahl der Schleifmittel hinaus. Auch bei der Prozessoptimierung stehen sie uns mit Rat und Tat zur Seite. So werden zum Beispiel Maschinen- und Werkzeugparameter wie Schnittgeschwindigkeiten und Vorschubgeschwindigkeiten empfohlen und gemeinsam getestet.“

Dabei kann Boeck auf langjährige Erfahrung und Know-how zurückgreifen. Das Team rund um die Ingenieure Marc und Jochen Böck entwickelt und produziert maßgeschneiderte Werkzeuglösungen für die Blechentgratung – vom Schlackeentfernen und Vorschleifen über Entgraten, Verrunden und Oxidentfernen bis hin zum Oberflächenfinish. Die Werkzeuge werden auf selbstentwickelten Maschinen mit hohem Automationsgrad gefertigt. Die strukturierten Prozesse sowohl bei der Produktion als auch bei der Lagerhaltung ermöglichen eine hohe Qualität und eine schnelle Lieferung der Werkzeuge.

„Gewa hat mit der Weber-Schleif-und Entgratmaschine über eine Anlage auf dem neusten Stand der Technik. Mit unseren speziell für nassarbeitende Schleif-und Entgratmaschinen entwickelten Walzen versuchen wir die Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität und Zeit für Gewa optimal zu gestalten“, betont Marc Böck, Geschäftsführer von Boeck.

In der Nassbearbeitung die Nase vorne

Walter Zwicklhuber erklärt: „Die Entgratwalzen von Boeck haben eine gute Performance – gerade bei der Nassbearbeitung. Das war uns besonders wichtig. Im Vergleich zu anderen Werkzeugen erreichen wir damit eine bessere Abtragsleistung und höhere Standzeiten.“ Diese Performance ermöglicht ein neuartiges Besatzmaterial, das auf einer von Boeck entwickelten Maschine mit Laser geschnitten wird.

Durch die speziellen Schnitte der Lamellen werden die Kanten versiegelt, sodass kein Wasser in die Lamellen eindringen kann. Daneben trägt auch die hohe Schleifgewebedichte und komplette Abnutzung der Lamellen bis zum Kerndurchmesser zur langen Lebensdauer der Werkzeuge bei.

Durch das kontaktfreie Schneiden mittels Laser verlieren die einzelnen Lamellen zudem keine Körner im Schleifgewebe, wie das zum Beispiel beim Stanzen der Fall ist. Zusammen mit der Anordnung der Schleifgewebelamellen in Schleif- und Entgratrichtung führt das zu einer stärkeren Kantenverrundung. Ein weiteres Merkmal: Die Entgratwalzen sind aus einem Stück ohne Segmentierung gefertigt und dadurch sehr stabil. Die Wuchtgüte G 6,3 sorgt für hohe Laufruhe.

Gewa setzt Entgratwalzen mit einem Durchmesser von 250 Millimetern, einer Breite von 260 Millimetern und einer Aufnahmebohrung speziell für die Anwendung auf Weber-Entgratmaschinen ein. Je nach Werkstück und gewünschtem Ergebnis hat Boeck dafür unterschiedliche Schleifgewebearten im Portfolio: Das Universaltalent für alle Blecharten ist die „Brown Edition“. Darüber hinaus eignet sich die „Grey-Edition“ zum Verrunden von Kanten an Bauteilen aus Aluminium und Kunststoff. Eine sehr hohe Abtragsleistung bietet die „Purple Edition“.

„Für unterschiedliche Anforderungen haben wir zudem Schlitzmuster entwickelt“, so Marc Böck. „Je nach Schlitzung erreichen wir damit eine höhere Anpresskraft und längere Standzeiten. Es gibt auch passende Lösungen zum Kantenverrunden von kleinen Ausschnitten und Bohrungen.“

Innerhalb kürzester Zeit lieferbar

Nicht nur zum Kantenverrunden, sondern auch bei den vor- und nachgelagerten Prozessschritten verlässt sich Gewa auf das Know-how von Boeck. Für die Primärgratentfernung verwendet Gewa Schleifgewebebänder des Herstellers in verschiedenen Qualitäten und Körnungen. „Welches Schleifgewebeband für den Prozess passend ist, hängt von der gewünschten Abtragsleistung und dem Werkstoff ab. Boeck hat hier immer das Richtige zur Hand und kann die Bänder in kürzester Zeit ab Lager liefern“, so Tobias Panhuber, Einkaufsleiter bei Gewa.

Neben unterschiedlichen Körnungen hat der Anwender verschiedene Schleifmittel. Ob für den universellen Einsatz oder einen aggressiven, kühlen Schliff, für ein feines Schliffbild bei hoher Schneidfähigkeit oder einen hohen Materialabtrag bei geringer Bearbeitungstemperatur, hoher Standzeit und guter Oberflächenqualität – für fast jede Anforderung ist das Passende dabei.

Der letzte Schliff

Beim Oberflächenfinish entfernt Gewa letzte Kratzer mit Schleifvliesbändern von Boeck. „Auch bei diesem Prozessschritt sind wir mit der Beratung und den Werkzeugen sehr zufrieden. Dank unterschiedlicher Schleifvliesbänder sind vielfältige Oberflächenfinishs möglich“, so Tobias Panhuber. Wie auch die Schleifgewebebänder hat Boeck die Schleifvliesbänder in großer Menge für weitere Schleif- und Entgratmaschinen auf Lager und kann so schnell auf Bestellungen reagieren.

„Mit Boeck haben wir einen Lieferanten, der uns optimal bei Werkzeugen über die gesamte Prozesskette berät. Von der Primärgratentfernung über Entgraten und Kantenverrunden bis zum Oberflächenfinish fühlen wir uns in guten Händen. Gerade für unsere nassarbeitende Schleif- und Entgratmaschine benötigen wir einen starken Partner, um hohe Standzeiten und eine konstant hohe Performance für unsere Prozesse zu erreichen“, sind sich Walter Zwicklhuber und  Tobias Panhuber einig.