Vom Blechstreifen zum Fertigteil mit VISI-Series

Die dmb Metallverarbeitung setzt bei der Entwicklung und Konstruktion von Folgeverbundwerkzeugen auf die CAD/CAM-Lösung VISI-Series.

09. Juli 2007

Siegfried Bergk, verantwortlich für die Konstruktion bei dmb, erklärt: „Wir verarbeiten rund 400 t Warm- und Kaltbandstahl mit Blechdicken zwischen 0,5 mm und 6 mm sowie Coilbreiten von 10 mm bis 600 mm pro Monat. Bis aus einem dieser Blechstreifen eine Sitzbefestigung, Schalldämpferhalterung oder eine Baugruppe für einen Bürodrehstuhl wird, muss er mehrere Arbeitsschritte durchlaufen. In diesem Zuge spielt VISI-Series eine wichtige Rolle.“ Ausgangspunkt für die Werkzeugkonstruktion ist ein 3D-Streifenbild, das mit dem Modul Progress von VISI erstellt wird. Dabei hat der Konstrukteur dank der flexiblen Software die Möglichkeit, mehrere unterschiedliche Wege auszuprobieren, bis er die optimale Abwicklung gefunden hat. VISI-Series ermöglicht es außerdem, die optimale Materialausnutzung zu bestimmen. Da mit VISI Progress durchgängig im 3D-Raum gearbeitet wird, lassen sich Probleme schon zu Beginn der Konstruktionsphase erkennen und frühzeitig Änderungen an der Abwicklung oder am Bauteil selbst vornehmen. Dies bedeutet einen wesentlichen Vorteil. Um nach der Entwicklung des Streifenbildes schnell zu seriennahen Teilen zu gelangen, werden nach der Konstruktion des Werkzeugs mit VISI Progress im ersten Produktionsschritt nur die Biege- und Ziehvorgänge umgesetzt, der Zuschnitt und das Lochen erfolgen bei den Nullserien noch über lasergeschnittene Streifen. Die Bauteile werden dann auf der betriebseigenen 3D-Koordinatenmessmaschine vermessen und mit den 3D-Konstruktionsdaten verglichen. Anschließend überarbeitet der Konstrukteur das Werkzeug in VISI Progress und optimiert dabei die Loch- und Schneidevorgänge