Verbindungsaufbau mit System

Von der Beratung bis zum Service

Die immer wieder kehrende Frage lautet: Warum braucht man neue Herstellungsverfahren? Umgekehrt sollte aber auch die Frage gestellt werden: Muß man alles immer gleich oder so wie früher machen?

03. Juli 2003

Zumindest in Bezug auf die Blechverbindungstechnik gibt der Spezialist Tox Pressotechnik, Weingarten, auf die zuerst gestellte Frage mit seinem Tox-Rundpunkt-Blechverbindungsverfahren eine eindeutige Antwort. Weil alle bisherigen Methoden und Technologien zum Verbinden von Blechen diverse Probleme mit sich bringen, tat und tut die Suche nach konstruktiven, fertigungstechnischen und wirtschaftlichen Alternativen geradezu Not! Mit Tox-Rundpunkten werden beispielsweise in einem einzigen Stauch-/Preßvorgang bis zu drei Teile aus gleichen, ähnlichen, unterschiedlichen, galvanisch behandelten oder beschichteten Blechen unlösbar miteinander verbunden. Dies geschieht ausschließlich durch das Verdrängen und Umformen der Materialien zwischen der Matrize und dem Stempel des Tox-Werkzeugsatzes. In der Praxis setzt sich das Tox-Verfahren immer mehr durch, zumal mit den heute insgesamt fünf Varianten so gut wie alle Blechverbindungstechnik-Aufgaben gelöst werden können. Die großen Konstruktions-, Fertigungstechnik- und Wirtschaftlichkeits-Vorteile haben dazu geführt, daß „Toxen“ heute in allen metall- und blechverarbeitenden Industrien sowie im blechverarbeitenden Handwerk eingesetzt wird.

Von Teillösungen bis zu Komplettsystemen

Die Kosteneinsparungen zum Beispiel gegenüber dem Punktschweißen gibt das Weingartener Unternehmen je nach Anwendung mit 30 bis 60 Prozent pro Verbindungspunkt an. Die Standzeiten der Tox-Werkzeuge sind so hoch, daß mehrere Hunderttausende bis Millionen Verbindungen mit ein und demselben Werkzeugsatz hergestellt werden können. Ein weiteren entscheidenden Vorteil des Rundpunktverfahrens sieht der Verbindungsspezialist in der Möglichkeit der manuellen bis vollautomatischen Herstellung der Verbindungen. Für noch mehr Produktivität sorgen sogenannte Mehrpunkt-Werkzeuge, mit denen in einem Pressen-Arbeitshub gleich eine ganze Anzahl von Rundpunkten gesetzt und somit mehrere Bauteile zu einer kompletten Baugruppe verbunden werden können.

Um das Tox-Blechverbindungsverfahren für alle Anwendungen in Handwerk und Industrie optimal einsetzen zu können, bieten die Weingartener die komplette Ausrüstung, wie Werkzeuge, Werkzeugaufnahmen mit Abstreifern, pneumatisch/pneumohydraulisch/hydraulisch betriebenen Handzangen, Maschinenzangen, Roboterzangen, Mehrpunktwerkzeugen, komplette Pressen in Standard- und Sonderausführungen, Kraftkurvern zum gleichzeitigen Spannen und Verbinden von Blechen sowie komplette Produktionsmaschinen für den „Stand-alone“- oder den „Inline“-Betrieb. Zudem wird auch ein umfassendes Dienstleistungspaket geboten, das bei der Konstruktions-Beratung und der Auswahl der geeigneten Tox-Variante beginnt und sich bis hin zum 24-Stunden-Service für den Ersatz von Tox-Werkzeugen lückenlos fortsetzt. Denn der Konstruktions- und Produktionstechnik-Beratung folgt ein praxisgerechter Versuch im Technikum des Stammwerks in Weingarten, um die Eignung und Machbarkeit und die Verbindungsqualität sicherzustellen und zu dokumentieren. Dies geschieht mittels eines Tox-Werkzeugpasses, in dem alle nur für diese Blechverbindung relevanten Produktions-, Qualitäts- und Werkzeugdaten festgehalten sind. Der Werkzeugpaß wird mit dem hauseigenen Werkzeugsystem beziehungsweise der Produktions- Baugruppe oder der Kompletlanlage ausgeliefert und begleitet diese Einheit über die gesamte Lebensdauer. Im Falle einer Reparatur oder einer Ersatzteilbestellung genügt die Angabe der Werkzeugpaß-Nummer, damit die Zentrale in Weingarten weiß, was zu tun ist.

Kompetenz und Know how aus einer Hand

Aus dem schon genannten Tox-Produktsortiment können je nach Anforderung die passenden Bausteine ausgewählt und perfekt aufeinander abgestimmt zu einem einbau- und anschlußfertigen Teilsystem kombiniert werden. Die Techniker übernehmen hier die Realisierung ab der Beratung über die Auslegung und die Konstruktion bis hin zur Herstellung und zur Inbetriebnahme im installierten Zustand sowie dem „After-Sales-Service“. Während der Beratungsphase werden produktionstechnische Alternativen und Ablauf-Optimierungen geprüft, damit der Kunde am Schluß ein optimales Fertigungssystem zur Verfügung hat. Dasselbe gilt natürlich auch in dem Fall, wenn Tox-Pressotechnik als Lieferant für Komplettlösungen in Form einer Sonderpresse, einer Sondermaschine oder einer Montage-, Füge- und Verbindungstechnik-Station zur Integration in eine hoch automatisierte Produktionslinie fungiert.

Erschienen in Ausgabe: 03/2003