Ventzki startet durch

Ventzki Behälterhebegeräte, auch zum Drehen und Kippen, sind die Spezialität der Ventzki Handling Systems GmbH & Co. KG.

12. Juni 2008
Ventzki produziert Behälterhebegeräte, Hubtische und Hochentleergeräte.
Bild 1: Ventzki startet durch (Ventzki produziert Behälterhebegeräte, Hubtische und Hochentleergeräte.)

Nach deren Insolvenz bei einem Jahresumsatz von zuletzt noch 1,3 Millionen Euro übernahm die Süßener Carl Stahl GmbH im August 2007 das Eislinger Traditionsunternehmen. Prokurist Gregor Zens, der die Premiummarke seit Januar führt, erwartet für dieses Jahr einen Umsatz von zwei Millionen Euro. Bis in fünf Jahren sollen es sogar vier Millionen Euro sein — und deutlich mehr Mitarbeiter. Zwei Großaufträge von Automobilherstellern, die im Herbst ins Haus kamen, stehen für die Wende: Die Carl Stahl GmbH, mit weltweit 51 Verkaufsniederlassungen, hat die Belegschaft zuletzt von 15 auf 19 Leute aufgestockt, Rentner reaktiviert und Leiharbeiter eingesetzt. Mit aktualisierter Homepage im Carl-Stahl-Design, einem 36-seitigen Ventzki-Fachkatalog und der Schulung von bundesweit 50 Carl-Stahl- Verkäufern auf die Ventzki-Produkte, greift der Nischenanbieter am Markt wieder an. Zu 70 Prozent bedienen die Eislinger Montagewerke der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer. Der Rest entfällt auf Maschinenbau und andere Industriezweige, in denen weitsichtige Werksleitungen auf die Gesundheit und Effizienz ihrer Facharbeiter setzen. Denn die teils drehbaren Hebe-, Kipp- und Neigegeräte beugen vor allem Rückenerkrankungen vor und optimieren Prozessabläufe in der Fertigung, da die Komponenten zum Menschen kommen, was das Recken, Strecken oder Beugen nach Montageteilen vermeidet. Zum Produktspektrum von Ventzki gehören Behälterhebegeräte von 100 bis 5.000 Kilo Tragegewicht, Hochentleergeräte zum Auskippen etwa von Schüttgut von 100 bis 800 Kilo und Hubtische von 500 bis 7.000 Kilo Tragfähigkeit. Die Komplexität entsteht nicht nur durch abweichende Belastungsansprüche, sondern durch Zusatzanforderungen wie Drehen oder Schwenken der Lastbehälter und optimale Zugriffsnähe oder Untertrittfreiheit des Anwenders. Der Vorsprung der Eislinger liegt in der Kunst, Technik so kompakt konstruieren zu können, dass sie auch auf engstem Raum einsetzbar ist.

Erschienen in Ausgabe: 06/2008