Vale erzielt Rekordgewinn

Führungsposition als weltweit größter Eisenerzproduzent verteidigen.

17. März 2008

Produktmeldung: Der Chef des brasilianischen Eisenerzproduzenten Roger Agnelli will den Wachstumskurs beibehalten, zur stockenden Xstrata-Übernahme erklärt er aber: „Wir können uns nicht weiter bewegen.“ Der brasilianische Eisenerzproduzent Vale (ehemals CVRD) hat 2007 einen neuen Rekordgewinn von rund 12 Milliarden US-Dollar erzielt – 62 Prozent mehr als im letzten Jahr. Firmenchef Roger Agnelli zieht eine erfolgreiche Bilanz: Im fünften Jahr in Folge konnte das Unternehmen durch kontinuierliche Verbesserung der operativen und finanziellen Situation, durch größere Diversifikation des Portfolios und die Internationalisierung des Geschäftes seinen Gewinn vergrößern. Grundlage für den Erfolg ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Eisenerz. Im letzten Jahr wurde ein Produktionsrekord von 296 Millionen Tonnen Eisenerz erzielt. Vale konnte damit seine Führungsposition als weltweit größter Eisenerzproduzent verteidigen. Auch in Zukunft will das Unternehmen den Wachstumskurs beibehalten. Über die nächsten fünf Jahre wird Vale 59 Millionen US-Dollar in eine Reihe von Projekten investieren. Ein Teil der Investitionen soll in die Energiesparte des Unternehmens fließen. „Zur Energie aus Kohle gibt es in absehbarer Zeit keine Alternative“, so Agnelli. Daher hat Vale einen Genehmigungsantrag für ein Kohlekraftwerk in Barcarena (Para state) eingereicht. Darüber hinaus will Vale zwei weitere Kraftwerke in Maranhão state und Rio de Janeiro oder Ceará state bauen. Zur aktuellen Diskussion um die mögliche Übernahme von Xstrata erklärt Agnelli, dass die Transaktion derzeit ins Stocken geraten sei: „Die gemeinsamen Gespräche haben einen Punkt erreicht, an dem wir uns nicht weiter bewegen können.“ Die Vorteile der Zusammenlegung seien zwar groß, wichtige Fragen wie die Höhe des Preises sowie die Geschäftsprinzipien aber noch nicht geklärt. „Das Projekt hat für Vale keine Priorität – im Fokus stehen die eigenen Projekte“, so Agnelli.