Unternehmer Manfred Gebhardt verstorben

Nach kurzer, schwerer Krankheit ist der Unternehmer Manfred Gebhardt am 22. Februar im Alter von 75 Jahren verstorben. Gebhardt hatte im Jahre 1973 das nach ihm benannte Unternehmen Gebhardt Stahl gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau gegründet, zunächst als Handelsunternehmen. Das Unternehmen stellt heute Verstärkungsprofile für Kunststofffenster sowie Luftkanalprofile und Luftkanalzubehör her. Manfred Gebhardt hinterlässt seine Frau Gabriele Gebhardt-Clemens.

29. Februar 2016

Die Belegschaft von Gebhardt Stahl nahm die Nachricht von Gebhardts Tod mit Bestürzung und Trauer auf. Manfred Gebhardt galt als Vollblut-Unternehmer; er engagierte sich auf nationaler Ebene im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW), während er sich in seiner westfälischen Heimat um die Förderung von Kunst und Kultur einsetzte. Aus der Geschäftsführung hatte sich Gebhardt bereits 2008 zurückgezogen.

 

In Gebhardts Sinne fortführen

Die teamorientierte Führung des Unternehmens, wie Manfred Gebhardt sie vorgelebt hat, will die Geschäftsleitung fortführen. Ralf Neuhaus, Geschäftsführer: „Manfred Gebhardt hat uns alle sehr geprägt, vor allem seine unkomplizierte und menschliche Art, mit den Mitarbeitern umzugehen.“

 

Besonders stolz war Gebhardt stets auf die Tatsache, dass in der nun über 40-jährigen Unternehmensgeschichte kein einziger Mitarbeiter in der Produktion wegen Arbeitsmangel entlassen werden musste. Als einen der wesentlichen Erfolgsfaktoren seines Unternehmens sah er die Innovationskraft seiner Mitarbeiter an: „Ein Unternehmen ist immer nur so gut, wie seine Mitarbeiter.“

 

Soziales Engagement

Der Unternehmer Manfred Gebhardt galt unter Kollegen als „geborener Vertriebsmann“, der immer neugierig war und blieb. Gebhardt wurde am 27. Mai 1940 geboren und wuchs im Sauerland auf. Für sein soziales Engagement in der Heimat war ihm im Jahr 2006 der Werler Siederpreis verliehen worden.

Er engagierte sich in der FDP, im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft und gründete mit seiner inzwischen verstorbenen Frau Regine die „Manfred und Regine Gebhardt-Stiftung“ zur Förderung verschiedener kultureller und musischer Aktivitäten, darunter insbesondere die Musikschulen in Werl und in Soest. Zuletzt lebte er in Soest und auf Usedom.

 

Der Fortbestand der Unternehmen wurde durch die Gründung einer Familienstiftung für die Zukunft gesichert. Dies entspricht dem ausdrücklichen Wunsch von Manfred Gebhardt. Gebhardt Stahl wird im Sinne Manfred Gebhardts gemeinsam von Gert Schneider, Ralf Neuhaus und Dirk Thörner weiter geführt. Ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung ist Dominik Hoffmann.