Unternehmens-Bündnis für Magnesium in Gründung

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Aussicht gestellt

25. Februar 2011

Im Rahmen des in Gründung befindlichen unternehmerischen Bündnisses Temakplus sollen in den kommenden Jahren neue Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren für Magnesium-Knetlegierungen entwickelt werden. Erste Gespräche mit dem BMBF signalisierten die Förderungswürdigkeit dieses Forschungsvorhabens. Mitglieder des Bündnisses Temakplus sind bisher elf Unternehmen und zwei Forschungseinrichtungen aus Sachsen und Thüringen:

• MgF Magnesium Flachprodukte

• KWD Karosseriewerke Dresden

• Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik

• TU Bergakademie Freiberg, Institut für Metallformung

• IRE Industrial Research & Engineering

• Hirschvogel Aluminium

• Otec Jordan

• Benseler Beschichtungen Sachsen

• Kowalski Unterwasserlampen

• EMA TEC

• Aweba Werkzeugbau

• Altran

• Siebenwurst Werkzeugbau

Zusätzlich unterstützt wird das Bündnis durch BMW M, die dem Bündnis als assoziiertes Mitglied angehört.

Der Name Temakplus leitet sich ab aus „Technologieplattform für die Verarbeitung von Magnesium-Knetlegierungen“. Das plus verweist auf den bereits 2006 gebildeten Wachstumskern Temak, der die Basis für das neue Vorhaben bildet. Gemäß des gemeinsamen Slogans „Innovationen leicht mit Magnesium“ verfolgen die Partner gemeinsam das Ziel, Magnesium-Knetlegierungen als Leichtbauwerkstoff für eine breite industrielle Anwendung zu etablieren. Dazu sollen neue Verfahren zur Erzeugung, Bearbeitung und Beschichtung von Bauteilen sowie neue Fügetechniken entwickelt werden, die die Anwendungsmöglichkeiten von Magnesiumwerkstoffen signifikant erweitern.

So sollen neue Märkte unter anderem in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik, Behälterbau, Konsumgüterindustrie, Medizin- und Pflegetechnik sowie dem Maschinen- und Anlagenbau für den Leichtbau mit Magnesium erschlossen werden. Daneben bieten sich besonders im Fahrzeugbau zahlreiche Anwendungspotenziale.

Aufbauen können die Partner auf das Know-how, welches sie in den vergangenen Jahren im Rahmen des Vorhabens Temak erarbeitet worden ist. Im Rahmen dieses Projektes wurde bereits eine komplett aus Magnesium bestehende Fahrzeugtür hergestellt. So konnte sich das Bündnis in Fachkreisen und in der Industrie bereits einen guten Ruf erarbeiten, wie Anfragen von potenziellen Kunden belegen. Inzwischen sind zahlreiche weitere Prototypen in der Erprobungsphase.

Mit den erweiterten technologischen Möglichkeiten, die im Rahmen von Temakplus entwickelt werden, sollen in wenigen Jahren auch die industrielle Herstellung von Umformteilen aus dünnem Magnesiumblech und die Herstellung von Profilbauteilen mit komplexen Querschnitten ermöglicht werden. Zusätzlich werden Verfahren zur Verbesserung der Festigkeit, des Umformvermögens und der Korrosionsbeständigkeit sowie neue Fügetechniken, die eine Anbindung von Magnesiumbauteilen an Stahl und Aluminium ermöglichen, entwickelt.