Umwelt schonen und Kosten sparen

Fokus/Fertigungsmanagemen

Abschalten oder nicht abschalten – das ist die Frage. Eine Stand-by-Minimierung verringert auf der einen Seite wertschöpfungsfreie Stillstandzeiten und leistet auf der anderen Seite einen Beitrag zum Ressourcen- und Umweltschutz.

01. März 2012

Erstklassige Waren produzieren – früher reichte das, doch mittlerweile haben sich die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Produktion deutlich erweitert. Eine davon ist der Umweltschutz sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen wie Energie. Die Umwelt zu schützen und für zukünftige Generationen zu erhalten, ist in unserer Gesellschaft zu einem wichtigen Thema geworden. Öko-Steuer und Recycling sind mittlerweile Standard. Doch auch in der Produktion wird Energieeffizienz immer wichtiger, nicht nur wegen der steigenden Strompreise, sondern auch, um im Wettbewerb mithalten zu können.

Ein weit verbreitetes Problem in der Produktion sind die langen Stand-by-Zeiten der Maschinen und Anlagen. Organisatorische Stillstände verursachen Energieverbrauch ohne Wertschöpfung. Maschinen und Anlagen werden nicht abgeschaltet, um die thermische Stabilität und Bearbeitungsgenauigkeit sicherzustellen. Dieser Effekt verstärkt sich noch in verketteten Anlagen. Eine Werkzeugmaschine verursacht durchschnittlich 30 Prozent des Gesamtstromverbrauchs im Stand-by-Betrieb. Das entspricht 21 Prozent der Jahresbetriebskosten der Maschine.

Proxia stellt jetzt mit ihrer MES-Software eine neue Lösung zur Minimierung der Stand-by-Zeiten vor. Der Grundgedanke ist so simpel wie effektiv: Je genauer die Maschinen- und Anlagenressourcen verplant werden, desto kürzer werden auch die nicht wertschöpfenden Zwischenzeiten. Das führt zu einer klaren Übersicht, wann es sich lohnt, eine Maschine komplett abzuschalten, um Energie einzusparen. Der Proxia-BDE-Informationsdienst leitet Abschaltempfehlungen an die Mitarbeiter im Maschinenumfeld weiter.

Die Stammdaten der Maschinen und Anlagen sind um eine zeitliche Anlaufphase bis zur Erreichung der thermischen Stabilität und Bearbeitungsgenauigkeit ergänzt.

Das System generiert daraus Empfehlungen, ob Lastlücken im Stand-by-Betrieb überbrückt werden sollten, oder eine Abschaltung Sinn macht. Auch weitere Energieeinsparung kann hierbei berücksichtigt werden. Unsicherheiten bei den Maschinenbedienern werden durch eine genaue Planung ausgeschaltet, alle Produktionsprozesse energieeffizient ausgeführt und die Produktivität zusätzlich gesteigert. Dadurch leistet Proxia sowohl einen Beitrag zu energieeffizienter Produktion als auch zu optimaler Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012