Umsatz wächst, Auftragseingang rückläufig

Die Trumpf-Gruppe erzielte zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2018/19 eine Umsatzsteigerung von rund 6 Prozent. Nach vorläufigen Berechnungen beläuft sich der Wert auf 3,8 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ging auf 3,7 Milliarden Euro zurück. Das entspricht einem Minus von rund 3 Prozent.

15. August 2019
Umsatz wächst, Auftragseingang rückläufig
Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung. (Bild: Trumpf)

Nach Deutschland mit etwa 730 Millionen Euro Umsatz sind die USA mit etwa 545 Millionen Euro sowie die Niederlande mit rund 460 Millionen Euro die größten Einzelmärkte, gefolgt von China mit rund 415 Millionen Euro.

Treiber des Umsatzzuwachs der Trumpf-Gruppe war neben dem hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr der Ausbau des EUV-Geschäfts. An den niederländischen Kunden ASML liefert Trumpf spezielle Laser, die mithilfe extrem ultravioletter Strahlung Oberflächen von Chips für die Computerindustrie belichten.

Handelsstreit, Brexit und Elektromobilität

Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung von Trumpf, betont: »Die Konjunktur hat sich eingetrübt. Das zeigt sich bei uns im Auftragseingang deutlich in beiden Geschäftsbereichen Werkzeugmaschinen und Lasertechnik. Eine Ausnahme bilden derzeit nur wenige Geschäftsfelder wie EUV oder die Elektronik.« Die Ursachen für den Auftragsrückgang sieht Trumpf unter anderem im anhaltenden Handelsstreit zwischen China und den USA, der Unsicherheit des Brexit, dem Strukturwandel in der Automobilindustrie sowie einer abkühlenden Konjunktur in China. »Diese Unsicherheiten sind Gift für Investitionen, gerade kleinere Kunden stellen auch deshalb Neuanschaffungen zurück«, so Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller.

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gruppenweit wuchs um acht Prozent auf rund 14.500. In Deutschland waren zum Stichtag 30.06.2019 mehr als 7.400 Mitarbeiter tätig, davon etwa 4.400 am Stammsitz in Ditzingen.