Umformspezialist mit kräftigem Wachstum

Um zehn Prozent auf 13 Millionen Euro hat die Hirrlinger Profilmetall GmbH 2010 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Für das laufende Jahr erwartet die Geschäftsleitung ein ähnliches Wachstum, hat sich die Anfrageaktivität im Profiliersektor doch deutlich belebt.

15. April 2011
Baut als einziger Anbieter komplette Anlagen selbst: Der Hirrlinger Spezialist für dünnwandiges Rollformen.
Bild 1: Umformspezialist mit kräftigem Wachstum (Baut als einziger Anbieter komplette Anlagen selbst: Der Hirrlinger Spezialist für dünnwandiges Rollformen.)

Der Spezialist für dünnwandiges Rollformen, der im Oktober den Landespreis für junge Unternehmen 2010 der L-Bank gewonnen hatte, beschäftigt aktuell an den Standorten Hirrlingen und Marktheidenfeld 100 Mitarbeiter. Geschäftsführende Gesellschafterin Daniela Eberspächer-Roth ist stolz, auch in der Krise die Zahl der Arbeitsplätze erhalten zu haben.

Parallel konnte durch den Zukauf 2008 der Marke Kurt Rüppel in Marktheidenfeld, Spezialist für den Maschinen- und Werkzeugbau im Rollformen, die Fertigungstiefe von 40 auf 60 Prozent gesteigert werden. Damit erhöhte sich auch die Wertschöpfung im Unternehmen. Mehr noch: Durch Synergien und besseres Engineering wurden neue Kunden aus den Bereichen Befestigungstechnik, Automotive und Solar gewonnen.

Denn seit die Hirrlinger als einziger Anbieter in ihrem Markt die komplette Wertschöpfungskette vom Anlagenbauer bis zum Lohnfertiger aus einer Hand anbieten können, sind Neuentwicklungen 25 Prozent schneller realisierbar.

„Wir haben damit ein starkes Alleinstellungsmerkmal“, sagt geschäftsführender Gesellschafter Manfred Roth. Seit der klassische Lohnfertiger durch den Zukauf mit dessen Maschinen- und Werkzeugbau auch das Engineering ausgebaut hat, kann das Serien-Know-how der Profilmetall intelligent in die Prozessentwicklung integriert werden.

Je die Hälfte seines Umsatzes macht Profilmetall im In- und Ausland. Die wichtigsten Branchen mit je 20 Prozent sind die Automobil- und die Elektroindustrie, wie auch der Sonnenschutzbereich. Doch auch Befestigungstechnik (16 %) und Weiße Ware (14 %) sind relevante Größen. In Medizin- und Solartechnik sieht Daniela Eberspächer-Roth darüber hinaus noch viel Potential für ihr Unternehmen. Besonders freut sich die Chefin, derzeit acht Auszubildende in den Berufsfeldern Industriemechaniker, Fachkraft für Lagerlogistik und Industriekaufleute auszubilden und diese in der Regel auch zu übernehmen.