Die Stampack GmbH präsentiert auf der Blechexpo in Stuttgart erstmals die Simulationssoftware ›Stampack Xpress‹. »Stampack Xpress ist eine komplette Neuentwicklung und gibt mittelständischen und kleinen Unternehmen die preiswerte Möglichkeit, Umformprozesse rechnerisch abzusichern und damit die Aufwendungen bei der Werkzeugausprobe deutlich zu verringern«, erläutert Markus Wagner, Geschäftsführer von Stampack.

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»Bei der Konzeption der Software haben wir auf eine anwenderfreundliche Benutzerführung und die Integrierbarkeit in vorhandene Konstruktionsumgebungen Wert gelegt. Das haben inzwischen auch Automotive-OEMs erkannt und akzeptieren daher Stampack-Ergebnisse von ihren Zulieferern.«

So können beispielsweise aus Visi, einem CAD-System für die Konstruktion von Schnitt- und Stanzwerkzeugen, fertige Netzgeometrien übernommen werden. Bei der Übernahme der Daten erfolgt in Visi eine geometrische Analyse der Kontur. Mit den Ergebnissen dieser Analyse wird die Netzerstellung weitestgehend automatisiert. Der Anwender kann damit direkt nach Erstellung der Ziehmethode im CAD-System die Machbarkeit der Umformung an seinem Arbeitsplatz überprüfen.

Bei sehr vielen Folgeverbundwerkzeugen ist eine verlässliche Aussage über die Machbarkeit nur bei Betrachtung der kompletten Teilestruktur möglich. Während für dünne Bleche wie KFZ-Außenhautteile die übliche Schalensimulation gute Ergebnisse liefert, müssen Umformungen, die Abstreck- oder Fließprozesse auslösen, mit einer Volumensimulation über die gesamte Materialdicke betrachtet werden. In vielen Fällen ist auch die Schale gut genug für Vorkalkulationen, die dann zu einem späteren Zeitpunkt durch eine sehr genaue Berechnung abgesichert werden muss. Stampack bietet mit Schalen- und Volumentechnik eine Lösung für beide Erfordernisse an.

Insbesondere die Berechnungszeit der Volumensimulation wurde bei Stampack Xpress im Vergleich zur Vorgängerversion erheblich – auf ein Drittel – verringert. Möglich wurde dies durch eine automatische Netzverfeinerung während der Simulation, die sicherstellt, dass an Problemstellen deutlich genauer gerechnet wird als an den weniger interessanten Bereichen des Bleches. Als weitere Neuerung werden in das Programm erstmals Materialdatenbanken führender Stahlhersteller enthalten sein. So bringen Bilstein und Voestalpine Stahl insgesamt 84 experimentell validierte Datensätze ein, die dem Simulanten die Verantwortung für das Material abnehmen.

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Die Lizenzierungskosten sind so konzipiert, dass es in Zukunft allen Konstrukteuren möglich sein soll, nach Ausarbeitung der Methode am CAD diese auch rechnerisch, das heißt ohne teure Werkstattversuche, zu verifizieren. Umformsimulation wird damit unabhängig von der Unternehmensgröße zu einem Standardbaustein für jeden Werkzeugbau.

»Anwendern marktbegleitender Produkte, die derzeit nur auf eine Schalensimulation zugreifen können, bieten wir ein Solid-only-Paket, das die Vorteile der Volumensimulation allen Anwendern zugänglich macht«, unterstreicht Markus Wagner. »Schließlich sollten gerade junge und oft gut ausgebildete Konstrukteure ihre notwendigen Erfahrungen am Simulationsmodell und nicht durch teure Nacharbeit am fertigen Werkzeug gewinnen.«

Blechexpo Halle 6, Stand 6210