Über 23.000 Ausbildungsverträge in neuen „zweijährigen Berufen“

Der DIHK informiert

17. November 2010

Die in den letzten Jahren neu geschaffenen „zweijährigen Berufe“ stoßen auch 2010 auf großes Interesse bei eher praktisch begabten Jugendlichen. Das ergab eine Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres.

DIHK-Ausbildungsexperte Dietmar Niedziella: „Besonders stark nachgefragt wurden Industrieelektriker, Servicekraft für Schutz und Sicherheit, Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen sowie Verkäufer.“ Bei diesen Berufen stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr zum Teil erheblich an. Beispielsweise ist bei der Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen eine Steigerung um 42 %, bei der Servicefachkraft für Schutz und Sicherheit eine um fast 25 % zu verzeichnen. Zuwachs-Spitzenreiter ist der Industrieelektriker. Hier hat sich die Zahl der Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr mehr als verfünffacht.

Nach Angaben von Niedziella bieten die Unternehmen auch in diesen Berufen im Rahmen der Nachvermittlung im Herbst noch viele freie Ausbildungsplätze an. Der Ausbildungsexperte betonte: „Eine große Chance für alle Jugendlichen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen. Und wer die Ausbildung erfolgreich absolviert, kann anschließend zum dreijährigen Abschluss aufstocken.“

Die Berufe für eher praktische Begabte hätten sich für Jugendliche und Unternehmen bewährt und sollten weiter ausgebaut werden, unterstrich Niedziella. Er appellierte an die Bundesregierung, von der Wirtschaft vorgelegte neue Berufsvorschläge mit zweijähriger Ausbildungsdauer – wie beispielsweise die Fachkraft für Metalltechnik – umzusetzen. Damit könne die Politik einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.