„Mit unserer MSE 2000 lassen sich bei gleicher Zeit deutlich mehr Teile produzieren als mit herkömmlichen Schmiedepressen“, erklärt Johannes Linden, Leiter der Division Industry von Schuler. „Gleichzeitig verlängert sich die Lebensdauer des Gesenks, während sich der Energiebedarf der Maschine reduziert.“ Möglich machen das vier Servomotoren im Kopfstück der 2.000 Tonnen starken Schmiedepresse.

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Geschwindigkeit lässt sich exakt regeln

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Dank ihnen lässt sich die Geschwindigkeit, mit der sich das Gesenk dem Werkstück nähert und wieder entfernt, exakt regeln: langsamer während des Teile-Transports, schneller während der Umformung. Das war bei konventionellen mechanischen Pressen bislang nicht möglich, weshalb die Länge des Gesamtprozesses vom langsamsten Teilprozess bestimmt wurde. Mit der Servodirekt-Technik gehört dieses Problem der Vergangenheit an, die Produktivität schnellt in die Höhe.

Auch die Tischauswerfer der MSE 2000 haben einen eigenständigen Servo-Motor und sind nicht mehr wie bei bisherigen Pressen mechanisch mit dem Hauptantrieb gekoppelt. Das erhöht die Flexibilität für den Teile-Transport und beschleunigt den Produktionsprozess. Durch die Umstellung von einer Längs- auf einer Querwellen-Konstruktion im Kopfstück verbessert sich die Laufruhe der Maschine, weil die beiden Exzenterräder sich in entgegengesetzter Richtung drehen.

Schuler konstruierte die Presse für ein renommiertes Unternehmen aus der Massivumformung. Die Auslieferung der Servo-Schmiedepresse, auf der Wellen, Kegelräder und anderen Gelenkteile entstehen sollen, ist für Ende des Jahres geplant.