Trends in der Sägetechnik

Welche Herausforderungen prägen derzeit die Welt der Sägetechnik? Zu diesem Thema fanden sich Anwender, Werkzeug- und Maschinenhersteller zur Stuttgarter Sägetagung ein. Technologische Potenziale und neue Forschungsansätze standen auf der Agenda. Mit dabei war auch Kasto Maschinenbau. Das Unternehmen gab einen faszinierenden Einblick in die Produktentwicklung ihrer Sägemaschinen.

02. Februar 2016
Sönke Krebber bei seinem Vortrag über Vorentwicklung der Sägetechnik bei Kasto (Bild: Fraunhofer IPA, Rainer Bez)
Bild 1: Trends in der Sägetechnik (Sönke Krebber bei seinem Vortrag über Vorentwicklung der Sägetechnik bei Kasto (Bild: Fraunhofer IPA, Rainer Bez))

Die Vorfertigung durch Sägen gewinnt als wertschöpfendes Element in zahlreichen Produktionsprozessen an Bedeutung. Das hat gute Gründe: Im Vergleich etwa zum Fräsen bieten Sägeverfahren hohe Vorschubgeschwindigkeiten und dennoch gute Oberflächenqualitäten. Gratarme und reproduzierbar genaue Abschnitte verringern den Nachbearbeitungsaufwand und sorgen für eine effizientere Fertigung.

Vernetzte Sägezentren

Die Anforderungen an die Technik steigen jedoch: Moderne Sägezentren integrieren mittlerweile mehrere Bearbeitungsschritte und sind mit anderen Fertigungsprozessen vernetzt. Besonders die zunehmende Verkettung der Systeme und die Einbindung von Roboter-Technologie erfordert einen hohen Entwicklungsaufwand.

Sönke Krebber, Leiter Strategische Vorentwicklung bei Kasto, lieferte unter dem Titel „Einsatz der Finite-Elemente-Methode (FEM) zur Optimierung von Metallsägemaschinen“ einen Blick hinter die Kulissen. Er erklärte, wie dieses Berechnungsverfahren in der Produktentwicklung des Maschinenbauers eingesetzt wird. Ziel sei es, die Durchlaufzeiten zu verkürzen und die Kosten für Prototypen und Materialien zu senken. Gleichzeitig wolle man die Qualität von Produkten steigern, um die hohen Anforderungen der Kunden zu erfüllen. „Eine anspruchsvolle Aufgabe, die unsere Konstrukteure mit ihrem Know-how lösen“, betonte Krebber.

Weitere Vorträge von Werkzeug- und Maschinenherstellern sowie von Hartmetallproduzenten machten das Programm der Stuttgarter Sägetagung komplett. Die Teilnehmer erhielten Expertenwissen aus der gesamten Prozesskette rund um die Sägebearbeitung. Für Kasto war die Tagung eine willkommene Gelegenheit, mit Kunden, Fachwelt und Presse gleichermaßen den Kontakt zu pflegen und Informationen auszutauschen.