Transportmagnetband schließt die Lücke

Das Problem tritt immer wieder bei der Materialzuführung auf: Pressenbediener müssen mühsam das Blech am Bandende zwischen Vorschub und Werkzeug manuell entfernen und als Schrott entsorgen. Schuler Automation in Heßdorf hat nun eine Lösung entwickelt, die bei der Mühlhoff Umformtechnik GmbH in Uedem an der holländischen Grenze erfolgreich eingesetzt wird: ein Transportmagnetband, mit dem das Blech möglichst nah an die erste Werkzeugstufe befördert wird, um die Materialausnutzung zu verbessern und die manuelle Entfernung des Restbandes so effizient wie möglich zu gestalten.

17. September 2013

„Die Schuler-Lösung hat sich für uns im Produktionsbetrieb als Königsklasse erwiesen“, berichtet Christian Pennekamp, Fertigungsleiter Presswerk bei der Mühlhoff Umformtechnik GmbH. „Wir setzen das Transportmagnetband mittlerweile bei 98 Prozent aller Produktionsprozesse ein, die über unsere Anlage laufen.“ Für das Unternehmen bedeutet das eine erhöhte Arbeitssicherheit und einen Zeit- und Materialgewinn mit jedem Coil, das verarbeitet wird. „Sowohl im Dickbandbereich als auch bei dünnen Materialien ist das Transportmagnetband bei uns zuverlässig im Einsatz.“

Bei der Mühlhoff-Anlage handelt es sich um eine Schneid- und Umformpresse, die zusätzlich über eine Zufuhr und einen Abtransport von Roh- und Fertigteilen verfügt. Zur Überbrückung der Strecke zwischen dem Auslauf des Walzenvorschubes und dem Werkzeug setzten die Experten von Schuler ein höhenverstellbares Transportmagnetband ein. Es besteht aus einem mittigen, teleskopierbaren Magnetband und seitlichen Rollenleisten, die je nach Bandbreite manuell ein- oder ausgehängt werden können.

Das Transportmagnetband wird im Produktionsbetrieb mit einem hochdynamischen Servoantrieb synchron zum Walzenvorschub betrieben, während der Restbandbearbeitung mit angepasster Hubzahl. Durch diese synchronisierten Vorschubmechanismen ist über die relativ große Distanz ein sicherer Bandtransport gewährleistet. Insbesondere bei dünnem Bandmaterial wird eine Wellenbildung verhindert und die Vorschubsystemgenauigkeit bleibt in ihrer höchsten Auflösung erhalten.

Die separate automatische Einlaufhöhenverstellung des Transportmagnetbandes ist mit der Höhenverstellung des Vorschubs elektrisch gekoppelt. Die Höhenverstellung wird als Rüstachse ausgeführt, um die Werkzeugwechselzeit zu verkürzen. Beim Einsatz von Streifenaushebern kann unabhängig hiervon über die separate Höhenverstellung ein dynamischer Absenkhub aktiviert werden. Schuler bietet das das Transportmagnetband, das sich bei allen Bandzuführanlagen vom Typ Compact Line und Power Line wiederfindet, zusammen mit dem Walzenvorschub Power Feed an.