Tragbares Akkuschweißgerät

Accupocket 150/400 von Fronius ist eines der ersten MMA-Schweißsysteme, das dank seines niedrigen Gesamtgewichts von 11 kg und eines Hochleistungs-Lithium-Ionen-Akkus eine bisher nicht erreichte Bewegungsfreiheit beim E-Hand und WIG-Schweißen ermöglicht.

24. März 2014

Mit einem vollständig geladenen Akku (400 Wh) lassen sich acht 3,25-mm-Elektroden oder 18 Elektroden mit 2,5 mm Durchmesser verschweißen. Das mitgelieferte, auf die speziellen Anforderungen des Accupocket zugeschnittene Ladegerät Activecharger fußt auf der bewährten Active-Inverter-Technology von Fronius. Eine intelligente Steuerung mit Accuboost-Technology stellt sicher, dass Akku und Schweißelektronik perfekt zusammenspielen. In der Praxis bedeutet das regelmäßig bessere Schweißergebnisse, als sie sich mit vergleichbaren, rein netzbetriebenen Elektroden-Schweißgeräten erreichen lassen.

Die spürbaren Verbesserungen bei Zündeigenschaften, Lichtbogenstabilität und Lichtbogendynamik verdankt das Schweißsystem Accupocket 150/400 der optimalen Verbindung von fortschrittlicher Schweißtechnik und aktuellen Hochleistungsakkus. So ist der integrierte Akkumulator in der Lage, beim Schweißen bei Bedarf kurzzeitig überdurchschnittlich hohe Kurzschlussströme zu liefern, wodurch ein Festkleben der Elektrode verhindert wird. Gleichzeitig sorgt die Accuboost-Elektronik für hohe Schweißspannung bei hoher Leistung und unterbindet das Abreißen des Lichtbogens und das unabhängig vom Ladezustand des Akkus. Mit einem digitalen Drehknopf lassen sich alle für das professionelle Schweißen wichtigen Parameter stufenlos einstellen.

Die verwendeten Akkus (Lithium-Eisenphosphat, LiFePO4) zeichnen sich zudem im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Varianten durch hohe Eigensicherheit und Umweltverträglichkeit, eine geringere Selbstentladung und das Fehlen eines Memory-Effekts aus. Eingebaute Batteriemanagementfunktionen und das speziell angepasste externe Ladegerät Activecharger mit der Active-Inverter-Technology, die den Zustand der Batterie erkennt und die Ladekennlinie optimal anpasst, garantieren einen sicheren Betrieb und eine lange Lebensdauer der Zellen.

Bei nur 5,25 kg Gewicht liefert der Akku eine Nennenergie von knapp 400 Wh. Zusammen mit der kompakten Bauweise (435 x 160 x 320 mm) des Geräts und der robusten Konstruktion ist Accupocket damit eine gute Lösung für Reparaturschweißungen oder Montagearbeiten in unwegsamem Gelände ohne direkten Netzzugang.

Selbst Bereiche mit erhöhter elektrischer Gefährdung stehen AccuPocket im Akkubetrieb offen, da durch den internen Aufbau sichergestellt ist, dass die maximale Spannung in der AccuPocket durchgängig weit unter dem zulässigen maximalen Wert von 113 VDC liegt.

Auch mit angeschlossenem Ladegerät lässt sich mit Accupocket im Hybridbetrieb weiterarbeiten. In den Einschaltzeiten wird die Energie des Akkus eingesetzt, um unter allen Betriebsbedingungen (z.B. bei Netzspannungsschwankungen) einen konstanten Lichtbogen zu gewährleisten. Die Schweißpausen dienen zum Nachladen des Akkus. Durch die Pufferfunktion des Akkus wird das Versorgungsnetz weniger belastet und damit das lästige Auslösen des Leitungsschutzschalters auf Baustellen wirksam unterbunden. Darüber hinaus steht auch bei einem 110V-Netz der volle Schweißstrom von 150 A im TIG-Modus bzw. 140 A im MMA-Modus zur Verfügung.

Accupocket erlaubt darüber hinaus den Betrieb mit sehr kleinen Generatoren. Dabei reduziert der integrierte Akku die erforderliche maximale Stromaufnahme, so dass eine Stromquelle mit wesentlich geringerer Leistung verwendet werden kann – statt einem 8kV-Generator reicht ein 2kV-Gerät. Das bindet weniger Kapital und erleichtert den mobilen Einsatz.

Accupocket minimiert durch die Möglichkeit zum Akku-Betrieb aufwändige Schweißvorbereitungsarbeiten und ist daher in vielen Anwendungen über die gesamte Lebensdauer betrachtet zudem wirtschaftlicher als konventionelle Elektroden-Schweißsysteme.