Tolerante Grobblech-Entgratung

DIE »EG 3M I I« - DER MASCHINENFABRIK PAUL ERNST, ESCHELBRONN, GEHÖRT ZUR NEUEN GENERATION VON BLECHENTGRATUNGSMASCHINEN FÜR AUTOGEN- , PLASMA- UND LASERTEILE.

09. November 2004

Mit einem einzigartigen Verfahren kann die Entgratungseinheit der »EG 3M II« bis zu 6 mm Verzug und Toleranz ausgleichen und selbst starke Grat- und Schlackebildung zuverlässig abschleifen. Der Durchsatz kann über 252 m2/h entgrateter Werkstückfläche betragen. Die Standardmaschine ist für Material mit maximal 1.650 mm Breite , 120 mm Stärke und 800 kg Masse ausgelegt. Aufgrund des weichen Kerns der Schleifwalze, der mit einem Gummibelag mit 15° Shore belegt ist, schmiegt sich diese an das Werkstück an und dehnt sich über Kanten und Durchbrüchen aus. So wird auf der Oberfläche fast gar nicht zerspant, während die Kanten perfekt, ohne Sekundärgrat, entgratet werden. Eine Glasfaserfolie sichert den Gummibelag gegen scharfe Grate und sorgt für die hohe Flächenpressung im Kantenbereich.

Bespannt wird die Schleifwalze mit einem Bogen Schleifl einen - teure Endlosbänder werden nicht benötigt. Nach der Entgratung bestehen drei Möglichkeiten der Kantenbearbeitung. Dazu werden bis zu zwei Paar gegenläufiger Drahtbürsten eingesetzt, die die Kanten brechen, sowie Schleiflammellenbürsten, die sie stark verrunden. Oxydschichten an den Schmalseiten werden mit speziellen Federstahl-Drahtbürsten abgetragen, die Teile mit einer Stärke bis 25 mm komplett von der Oxydschicht befreien können. Magnet- und Vakuumsaugeinrichtungen ermöglichen die Einzelbearbeitung kleiner Teile bis zu Kreditkartengröße beziehungsweise Postkartengröße. Das Transportband mit einer Decke aus Leder ist absolut unempfindlich gegen Funken und die teilweise noch sehr warmen Schleifteile.

Erschienen in Ausgabe: 10/2004