Technische Vielfalt als Erfolgsrezept

Die Würz-Unternehmensgruppe bündelt eine große Bandbreite an unterschiedlichen Produktionstechnologien unter einem Dach. Gefertigt werden mechanische Komponenten und Präzisionsteile sowie Umformwerkzeuge und Verschleißschutzteile für die unterschiedlichsten Branchen rund um den Globus – und das seit nun 40 Jahren.

19. Juli 2019
Technische Vielfalt als Erfolgsrezept
Zum Produktportfolio von Kämpfer Würz gehören CNC-Rund-, Profil-, Innen- und Hochgeschwindigkeitsschleifen sowie Honen und spitzenloses Rundschleifen. (Bild: Kämpfer Würz)

1978 begann die Erfolgsgeschichte von Würz: Im Alter von 20 Jahren gründete Raimund Würz die Würz Fertigungstechnik. In der Anfangszeit stellte er Dreh- und Frästeile in kleinen Mengen für regionale Abnehmer her. Aus dem Ein-Mann-Betrieb hat sich bis heute unter seiner Geschäftsführung ein international agierendes Unternehmen mit 160 Mitarbeitern entwickelt.

Die Gruppe produziert auf fast 8.300 Quadratmetern Produktionsfläche im hessischen Driedorf-Mademühlen Komponenten, Präzisionsteile und Werkzeuge aus den verschiedensten Materialien wie Bunt- und Leichtmetallen, Stählen und Edelstählen, gehärteten sowie schwer zerspanbaren Werkstoffen. Damit sind sie in den unterschiedlichsten Branchen wie Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, Motorentechnik, sowie Luftfahrt und Maschinenbau tätig.

Würz fertigt zudem für die Hydraulik und Antriebstechnik, Heißkanaltechnik und Metallhalbzeugindustrie sowie Lebensmittelindustrie und Medizintechnik. Die Leistungen der vergangenen 40 Jahre feierte der Gründer mit Mitarbeitern und Kunden bei einem stilvollen Empfang am Unternehmenssitz.

Technische Vielfalt als Erfolgsfaktor

Würz setzt mit einem einzigartigen Spektrum an Fertigungstechnologien auf Vielfalt und Flexibilität, um maßgeschneiderte, präzise Lösungen umzusetzen. Zur Bandbreite gehören CNC-Rund-, Profil-, Innen- und Hochgeschwindigkeits-Präzisionsschleifen sowie Honen und spitzenloses Rundschleifen. Ebenso zählen CNC-Fräsen, CNC-Fünf-Achs-Fräsen und HSC-Fräsen, CNC-Drehen und Hartdrehen zu den Kompetenzen von Würz. Abgerundet wird das Fertigungsspektrum durch Senk- und Drahterodieren sowie dynamisches Auswuchten, Startlochbohren und Plasmanitrieren.

Um technologisch immer auf dem neuesten Stand zu sein, investiert die Unternehmensgruppe stetig in die Modernisierung und Erweiterung des Maschinenparks, der mittlerweile auf 100 Anlagen angewachsen ist. »In den vergangenen Jahren haben wir unsere Fertigung vor allem in der Bearbeitung gehärteter Materialien gestärkt«, so Raimund Würz.

»Auch im Erodieren haben wir uns weiterentwickelt: In einer voll automatisierten Anlage bearbeiten wir Bauteile jetzt mit zwei Drähten gleichzeitig. So schließt sich an den groben Vorschnitt direkt der feine Nachschnitt an.« Doch nicht nur Ausbau und Weiterentwicklung vorhandener Technologien ist hier gefragt, Würz ist immer auf der Suche nach neuen Wegen. Jüngst haben sie deswegen für die Herstellung von Prototypen auch additive Fertigungsverfahren in die Produktion integriert.

Breites Produktspektrum

Ebenso vielseitig wie die Fertigungstechnologien ist die Produktpalette von Würz: Während die Würz Fertigungstechnik die Herstellung kleinerer Losgrößen und einzelner Präzisionsteile und montagefertiger Komponenten nach Kundenzeichnung übernimmt, hat sich die Würz Aluminiumtechnik auf die komplexe Aluminiumbearbeitung primär für die Serienfertigung in der Automobilindustrie spezialisiert. Dazu gehört auch die Rohteilkonzeption und -beschaffung, etwa von Guss- und Schmiedeteilen.

Die Kernkompetenzen der Kämpfer Würz Umformtechnik gehen von der Prozessberatung über die Konstruktion bis zur Produktion präziser Umformwerkzeuge. Das umfasst Flach- und Profilwalzen, Strangpress- und Extrusionswerkzeuge, Hartmetall- und Verschleißwerkzeuge, Ziehwerkzeuge und -dorne sowie Präzisionsteile für die Heißkanaltechnik.

Mensch und Umwelt im Fokus

Raimund Würz: »Wir bekennen uns konsequent zum Standort Deutschland. Hier können wir die hohen Anforderungen an Präzision kompromisslos erfüllen. Ohne das fachliche Know-how und kreative Denken unserer Mitarbeiter wäre es nicht möglich, über Jahrzehnte unser hohes Maß an Qualität zu halten und zu steigern. Deshalb investieren wir ständig in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.« Zurzeit befinden sich elf junge Menschen in der gewerblich-technischen Ausbildung bei Würz

In Sachen Energieversorgung geht Würz als Beispiel voran: Schon seit Beginn der Unternehmensgeschichte setzt Würz auf alternative Energien. »Mitte der 80er-Jahre nahmen wir die erste Windkraftanlage in Betrieb – damals die größte in Hessen«, erinnert sich Raimund Würz. Begonnen hat Würz mit einer Anlage mit einer Leistung von 55 Kilowatt. Heute erzeugt das Unternehmen mit Windkraft eine Leistung von 2.300 Kilowatt. Zusätzlich betreibt Würz ein selbst entwickeltes Blockheizkraftwerk, eine Pelletanlage und eine Photovoltaikanlage. Mit diesem Mix produziert Würz am Standort mehr Strom, als alle drei Unternehmen benötigen. Um beim Heizen mit Pellets die Umwelt logistisch möglichst wenig zu belasten, verwendet das Unternehmen Rohstoffe aus der heimischen Region.