Stifterverbandspreis 2010 für neuen Werkstoff

Preisgekröntes Verbundprojekt von Wissenschaft und Wirtschaft

01. Juli 2010

Vier Fraunhofer-Institute und sieben Partner aus der Industrie bekamen am 19. Mai 2010 für ihr gemeinsames Projekt „Diacer“ den Wissenschaftspreis des Stifterverbandes für die Deutsche Wirtschaft 2010 verliehen. Damit ehrte die Fraunhofer-Gesellschaft das gemeinschaftliche Engagement von Wissenschaft und Wirtschaft, aus dem ein neuer Verbundwerkstoff für extreme Anforderungen hervorging: Die „Diamantbeschichtete Keramik Diacer“ vereint maximalen Verschleißschutz mit niedrigen Reibwerten und eignet sich dadurch besonders für Bauteile und Werkzeuge, die einer starken Beanspruchung ausgesetzt sind.

Mit der Drahtwerk Elistental W. Erdmann GmbH & Co. KG aus Neuenrade, der Drahtzug Stein GmbH & Co. KG aus Alteinigen und der KSB AG aus Pegnitz sind drei Mitgliedsunternehmen des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. Teil des interdisziplinären Teams, das Diacer entwickelt hat. Hinzu kommen vier Fraunhofer-Institute – das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, das Fraunhofer-Institut für keramische Technologien und Systeme IKTS sowie das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK und vier weitere Industrieunternehmen.

Der Stifterverbandpreis der Wirtschaft, der mit 50.000 Euro dotiert ist, wurde zum mittlerweile achten Mal vergeben. Er zeichnet Projekte der angewandten Forschung aus, die Fraunhofer-Institute gemeinsam mit der Wirtschaft und/oder anderen Forschungsorganisationen erarbeiten. Die diesjährige Verleihung des Stifterverbandspreises war Teil der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft in Leipzig.