Starke Steigerung bei Umsatz und Ertrag

Die an der Schweizer Börse kotierte Schmolz+Bickenbach AG (SIX: STLN), ein Unternehmen für Spezialstähle wie Werkzeugstahl, rostfreie Langstähle und Edelbaustahl hat im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Krisenjahr 2009 eine markante Verbesserung bei den Umsatzerlösen und den Ergebniswerten erzielt.

04. April 2011

Die Umsatzerlöse bei Schmolz und Bickenbach erreichten EUR 3'119.3 Mio. (2009: EUR 2'052.1 Mio.). Das Konzernergebnis konnte signifikant auf EUR 38.6 Mio. (2009: EUR -276.0 Mio.) gesteigert werden. Das Betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 414.0 Mio. auf EUR 232.9 Mio. (2009: EUR -181.1 Mio.), was einer Marge von rund 7.5% entspricht, und das EBIT auf EUR 121.9 Mio., und damit rund 4% (2009: EUR -288.2 Mio.).

Nachdem die Lagerabbaumaßnahmen bei unseren Kunden Ende 2009 weitgehend abgeschlossen waren, kehrte das Bestellverhalten ab dem ersten Quartal 2010 wieder zur Normalität zurück. Zusätzlich stellte sich eine spürbare Erholung der Konjunktur ein. Dies führte in der Folge zu massiv höheren Bestell- und Abliefermengen sowie steigenden Auftragsbeständen. Die umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungs-maßnahmen trugen deutlich zur Verbesserung der Ergebnissituation bei. Auf der Marktseite konnten zahlreiche Preiserhöhungen umgesetzt werden. Die gute Auftragslage unserer Produktions-, Verarbeitungs- und Distributionsbetriebe hält auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres an. Die Auslastung unserer Werke liegt auf einem hohen Niveau. Aufgrund der robusten Entwicklung der Hauptabnehmermärkte sowie dem weiterhin sehr guten Bestelleingang gehen wir davon aus, dass wir in 2011 nochmals eine Verbesserung des Ergebnisses erzielen können.

Die im Herbst 2010 mit einem internationalen Bankenkonsortium neu strukturierte Finanzierung, welche auch eine Eigenkapitalerhöhung um EUR 220 Mio. beinhaltete, konnte erfolgreich umgesetzt werden. Im Rahmen einer zusätzlichen Optimierung der Kapitalstruktur unterbreiten wir der Generalversammlung 2011 den Antrag, eine Kapitalerhöhung zu beschließen, damit das bestehende Hybridkapital zuzüglich aufgelaufener Zinsen von total etwa EUR 96 Mio. durch formelles Eigenkapital ersetzt werden kann.

Nach einem äußerst schwierigen Jahr 2009 hat sich die Marktsituation ab dem ersten Quartal 2010 schrittweise verbessert. Unsere Kunden hatten den Lagerabbau abgeschlossen und kehrten allmählich zu einem normalen Bestellverhalten zurück. Unterstützt wurde dieser Aufwärtstrend durch eine Aufhellung der Konjunktur. Diese war zuerst spürbar in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Sukzessive folgten die übrigen für uns wichtigen Marktsegmente Maschinen-, Apparate- und Anlagenbau, Hydraulik, LKW-Fertigung sowie Energiegewinnung und Energieerzeugung. In der Folge erhöhten sich bei uns die Abliefermengen und die Auftragsbestände. In Einzelfällen kam es sogar zu Lieferengpässen. Wir haben zur Bewältigung des gestiegenen Auftragsvolumens auch wieder Temporär- resp. Leihmitarbeiter eingestellt. Der in der Krise getroffene Entscheid, die Stammbelegschaft möglichst zu halten und die Auftragsrückgänge durch Kurzarbeit aufzufangen, hat sich bewährt. Wir haben damit das Know-how nicht verloren und waren in der Lage, rasch auf die sich verbessernde Marktsituation zu reagieren.