Stanzpaketieren gefragt wie nie

E-Bikes, E-Scooter und E-Autos sorgen derzeit für eine hohe Nachfrage nach leistungsfähigen Elektromotoren. Um die Rotor- und Statorpakete zu produzieren, hat das Unternehmen Heinz Siegfried ein Komplettpaket für das Stanzpaketieren im Angebot.

24. Oktober 2019
Stanzpaketieren gefragt wie nie
Für die Herstellung eines Elektromotors werden Rotor- und Statorpakete benötigt. (Bild: Siegfried)

»Stanzpaketieren ist seit einigen Monaten das Top-Thema in vielen Kundengesprächen«, sagt Roland Jost, Geschäftsleiter von Heinz Siegfried. Das Unternehmen aus Aarberg in der Schweiz beliefert die Stanzindustrie mit Komponenten für eine wirtschaftliche Produktion. Dazu gehören Steuerungs-, Überwachungs-, Sensorik-, Vorschub- und Beölungssysteme.

Ein Grund für das hohe Interesse an Lösungen rund um das Stanzpaketieren: E-Bikes, E-Scooter und E-Autos brauchen leistungsfähige Elektromotoren. Das Frankfurter Zukunftsinstitut ist sich sicher: »Das wird die Elektromobilität in den kommenden Jahren zum lukrativen Wachstumsmarkt machen.« Die internationale Energieagentur schätzt, dass im Jahr 2040 weltweit rund 280 Millionen E-Autos auf den Straßen unterwegs sein werden.

Für alle diese Anwendungen müssen leistungsfähige Stromantriebe produziert werden. Für die Herstellung eines Elektromotors werden Rotor- und Statorpakete benötigt – und da kommt das Stanzpaketieren ins Spiel. Dabei werden in Folgeschneid- und Paketierwerkzeugen auf speziellen Schnellläufer-Stanzpressen aus Einzelblechen kompakte Pakete produziert. Im Werkzeug werden dafür Bleche ausgestanzt, gedreht und anschließend aufeinandergeschichtet. Herausgepressten Noppen verbinden sie zu fertigen Rotor- und Statorpaketen.

Komplettpaket für das Stanzpaketieren

»Das ist ein anspruchsvoller Prozess. Er benötigt eine exakte Steuerung und eine lückenlose Überwachung, insbesondere bei hohen Hubzahlen«, so Roland Jost. Mit der modularen ›Siegfried-Advanced-Software‹ bietet der Hersteller eine bewährte Lösung für das Stanzpaketieren. Sie übernimmt das Messen und Zählen innerhalb eines Pakets, das Drehen und Drallen mit bis zu acht Servomotoren sowie die Schieberansteuerung mit Vor- und Endlagenüberwachung.

Die Paketiersteuerung ist bereits in der Basisversion für mehrspurige Fertigungskonzepte ausgelegt. Die gewohnte Windows-Umgebung erleichtert den Anwendern die Bedienung.

Digitale und analoge Überwachungseingänge können während des Fertigungsprozesses Vorschub und Auswurf kontrollieren und bei Problemen die Maschine abschalten. So werden die teuren Werkzeuge und die Presse vor großen Schäden geschützt. Auch Doppelbleche, Stempelabrisse oder sogenannte Stanzbutzen kann das System mittels Sensorik sicher in der laufenden Fertigung erkennen. Eine Minimalmengen-Beölung und der bewährte ›Combi-Feed‹-Walzenvorschub komplettieren das System zu einer Gesamtlösung. Sämtliche Funktionen können direkt mit der Steuerung installiert oder bei Bedarf nachgerüstet werden.

Schwerpunktthemen auf der Blechexpo

»Das Stanzpaketieren wird bei uns auf der Blechexpo ein wichtiges Thema sein. Aber natürlich bieten wir auch Informationen rund um das Stanzen – von Vorschub und Beölung über Steuerung bis zur Überwachung der Pressen«, so Jost. »Unsere Produkte, die in Deutschland bislang unter dem Namen Vester vertrieben wurden, werden in Zukunft direkt über unsere Filiale in Langenfeld erhältlich sein«, sagt Roland Jost.